Bilder mit KI

Übersicht

  1. Ausschreibung
  2. Medien
  3. Gliederung
  4. Lernziele
  5. JSON-Format
  6. KI-Bilder verstehen und erstellen
  7. Schritt-für-Schritt

Ausschreibung

Titel:

ChatGPT, Nano Banana & Co

Untertitel:

Ein Praxiskurs zum Generieren von KI-Bildern mit Stil, Spaß und Substanz

Einleitung:

Künstliche Intelligenz kann heute nicht nur sprechen und schreiben – sie malt, zeichnet und kreiert visuelle Welten, wie wir sie uns kaum vorstellen konnten.

Inhalte:

  • Einführung in KI-basierte Bildgeneratoren: Was steckt technisch dahinter?
  • Praxisworkshop mit Prompts: Wie spreche ich mit der KI, damit sie versteht, was ich sehen will?
  • Der „Nano Banana“-Effekt: Kreativität, Absurdität und Kontrolle im Promptdesign
  • Vergleich verschiedener Tools (DALL·E, Midjourney, Leonardo, u. a.)
  • Ethik, Copyright und Qualitätssicherung bei KI-generierten Bildern

Zielgruppe:

Alle, die visuelle Inhalte erzeugen wollen – egal ob im Unterricht, im Marketing, im künstlerischen Bereich oder einfach zum Spaß.

Lernziel:

Die Teilnehmenden beherrschen nach dem Kurs die Grundlagen der KI-Bildgenerierung, verstehen die Unterschiede zwischen verschiedenen Tools und können gezielt und kreativ Prompts einsetzen.

Vorkenntnisse:

Grundlegende Computerkenntnisse – alles Weitere lernen wir gemeinsam!


Medien

Präsentation: Gamma, NotebookLM

Podcast: mp3

Übungsdateien: Kipferl, Alt_Soldat, Alt_Küche, Frau, weitere Übungsdateien

Gliederung

1. Was ist KI-Bildgenerierung überhaupt?

1.1 Vom Pixel zur Fantasie – ein Überblick
1.2 Geschichte, Tools und aktuelle Möglichkeiten

2. Die Kunst der Prompts – so spricht man mit der KI

2.1 Was sind Prompts – und warum sind sie so entscheidend?
2.2 Struktur, Sprache und kreative Befehle
2.3 Der „Nano Banana“-Effekt – absurde Eingaben, geniale Bilder
2.4 Prompt-Tuning: Von der Idee zum Meisterwerk

3. Tools im Überblick – wer kann was?

3.1 DALL·E, Midjourney, Leonardo & Co im Vergleich
3.2 Benutzeroberflächen, Funktionen, Stärken und Schwächen
3.3 Hands-on: Live-Generierung und gemeinsame Analyse

4. Ethik, Rechte und Realität

4.1 Urheberrecht und Lizenzen bei KI-Bildern
4.2 Deepfakes, Fake News und andere Schattenseiten
4.3 Verantwortung im Umgang mit generierten Bildern

5. Kreative Praxis: Ihr persönliches KI-Kunstwerk

5.1 Ein Thema – viele Bilder: Aufgabenstellungen und freie Arbeiten
5.2 Prompt-Gruppenarbeit: Wer promptet am besten?
5.3 Abschlussausstellung & Feedbackrunde

Lernziele

Nach Abschluss des Seminars sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Lage:

  1. Grundlagen der KI-Bildgenerierung zu verstehen, inklusive Funktionsweise, Entstehungsgeschichte und technischer Hintergründe von Tools wie DALL·E oder Midjourney.
  2. Prompts effektiv zu formulieren, um gezielt und kreativ mit KI-Bildgeneratoren zu interagieren und gewünschte Ergebnisse zu erzielen.
  3. Unterschiedliche Tools zu vergleichen, ihre Besonderheiten einzuschätzen und das passende Werkzeug für den jeweiligen Einsatzzweck auszuwählen.
  4. Kritisch mit KI-Bildern umzugehen, insbesondere im Hinblick auf Urheberrechte, ethische Fragestellungen und mögliche gesellschaftliche Auswirkungen.
  5. Eigene kreative Bildprojekte zu realisieren, Prompts eigenständig zu entwickeln und die KI als künstlerisches Werkzeug produktiv einzusetzen.
  6. Im Team Lösungen zu erarbeiten, gemeinsame Prompting-Prozesse zu reflektieren und kreative Ergebnisse zu präsentieren.

JSON-Format

Prompt: Gib mir alle Informationen zu diesem Bild im JSON-Format (Deutsch)

{
„bildtyp“: „Fotografie“,
„motiv“: „Frau in bequemer Haus- bzw. Nachtkleidung“,
„person“: {
„geschlecht“: „weiblich“,
„alterseindruck“: „junge Erwachsene“,
„haltung“: „locker stehend, leichtes Lächeln“,
„emotionale_wirkung“: „entspannt, freundlich, natürlich“,
„bekleidung“: {
„oberteil“: {
„art“: „Langarmshirt“,
„farbe“: „hellgrau“,
„muster“: „weiße Sterne“,
„schnitt“: „locker, hüftlang“
},
„hose“: {
„art“: „Freizeithose / Pyjamahose“,
„farbe“: „hellgrau“,
„schnitt“: „locker, gerade“,
„bund“: „Gummibund mit Bindeband“
},
„schuhe“: „keine (barfuß)“
}
},
„umgebung“: {
„raum“: „Schlafzimmer“,
„einrichtung“: [
„Bett mit heller Bettwäsche“,
„Kissen in hellen Farbtönen“,
„große Fensterflächen“
],
„licht“: „natürliches Tageslicht“,
„farbstimmung“: „hell, ruhig, neutral“
},
„bildkomposition“: {
„perspektive“: „Frontalansicht“,
„bildausschnitt“: „Ganzkörperaufnahme“,
„hintergrund“: „unscharf, hell, nicht dominant“,
„fokus“: „Person und Kleidung“
},
„stil“: {
„fotografischer_stil“: „Lifestyle- und Produktfotografie“,
„wirkung“: „wohnlich, gemütlich, alltagstauglich“,
„zielgruppe“: „Erwachsene, Konsumenten von Homewear / Nachtwäsche“
},
„verwendungsmöglichkeiten“: [
„Online-Shop für Nachtwäsche oder Loungewear“,
„Katalog oder Werbematerial“,
„Lifestyle- oder Modewebsite“,
„Unterrichtsmaterial zur Bildbeschreibung“,
„Präsentationen zum Thema Wohlfühlen oder Alltag“
],
„auffälligkeiten“: [
„dezentes Sternmuster als Blickfang“,
„harmonische Farbgestaltung“,
„keine sichtbaren Marken oder Logos“
],
„urheberrecht_hinweis“: „Urheber und Nutzungsrechte sind aus dem Bild selbst nicht ersichtlich“
}


Warum ist das ein genialer Trick?

JSON-Informationen sind für die Bilderstellung in ChatGPT deshalb so interessant, weil sie Ordnung schaffen.
Sie machen aus einem „Bauchgefühl“ ein steuerbares System.

Warum ist das für Anwender so wertvoll?

Erstens: Struktur statt Zufall
JSON zerlegt ein Bild in klare Bausteine.

  • Motiv
  • Person
  • Kleidung
  • Umgebung
  • Licht
  • Stimmung

So sehen Sie sofort, woraus ein Bild besteht.
Und genau diese Bausteine lassen sich gezielt neu zusammensetzen.

Zweitens: Bessere Prompts für Bildgeneratoren
Bild-KIs reagieren nicht auf Absichten, sondern auf Informationen.
JSON hilft dabei, diese Informationen sauber zu formulieren.

Beispiel aus der Praxis:
Statt

„Erstelle mir ein gemütliches Bild“

arbeiten Sie mit

  • Umgebung: Schlafzimmer
  • Licht: Tageslicht
  • Kleidung: Loungewear, hellgrau
  • Stimmung: entspannt

Das Ergebnis wird deutlich näher an dem liegen, was Sie wollen.

Drittens: Wiederholbarkeit
Gerade in Kursen oder Projekten ist das entscheidend.

Mit JSON können Sie sagen:

„Nehmen Sie dieses Bildschema und ändern Sie nur die Kleidung oder den Raum.“

So lernen Teilnehmende, systematisch zu arbeiten.
Nicht nach Gefühl, sondern nachvollziehbar.

Viertens: Verständlich für Menschen und Maschinen
JSON ist simpel.

  • Menschen können es lesen
  • KI kann es direkt verarbeiten

Das macht es ideal als Brücke zwischen Idee und Umsetzung.

Fünftens: Didaktischer Mehrwert in der Weiterbildung
Für Ihre Zielgruppe besonders relevant.

Teilnehmende erkennen:

  • Ein Bild entsteht nicht „magisch“
  • Es folgt klaren Parametern

Das senkt Hemmschwellen.
Und es stärkt die Medienkompetenz.

Kurz gesagt:
JSON macht aus „Ich hätte gern ein Bild“ ein klares Arbeitskonzept.

beides

1. Unterrichtsbeispiel:

„Wie entsteht ein KI-Bild?“

Einstieg (5 Minuten)
Sie zeigen ein Bild.
Zum Beispiel ein Lifestyle-Foto wie oben.

Dann fragen Sie in die Runde:

Was sehen Sie konkret?
Nicht: „schön“ oder „modern“.
Sondern: Was genau?


Schritt 1: Bild zerlegen

Sie sammeln Stichworte und ordnen sie.

  • Wer ist zu sehen?
  • Was trägt die Person?
  • Wo spielt die Szene?
  • Wie wirkt das Licht?
  • Welche Stimmung entsteht?

Dann zeigen Sie:
So sieht das strukturiert aus.

{
  "motiv": "Frau in Loungewear",
  "kleidung": "hellgrauer Zweiteiler mit Sternmuster",
  "umgebung": "helles Schlafzimmer",
  "licht": "natürliches Tageslicht",
  "stimmung": "entspannt, ruhig"
}

Aha-Moment:
Das Bild wird plötzlich erklärbar.


Schritt 2: Übertragung auf KI

Sie sagen ganz klar:

Eine Bild-KI „sieht“ nichts.
Sie liest Informationen.

Je präziser die Infos, desto besser das Bild.


Schritt 3: Kleine Übung

Aufgabe an die Teilnehmenden:

  • Nehmen Sie die Struktur
  • Ändern Sie nur einen Punkt

Beispiele:

  • andere Kleidung
  • anderer Raum
  • andere Tageszeit

So wird sofort klar, wie stark einzelne Parameter wirken.


2. Prompt-Baukasten für den Kurs

Das ist Ihr Werkzeugkasten für die Praxis.


A. JSON-Vorlage für Teilnehmende

{
  "motiv": "",
  "person": {
    "alter": "",
    "geschlecht": "",
    "haltung": "",
    "ausdruck": ""
  },
  "kleidung": {
    "art": "",
    "farbe": "",
    "stil": ""
  },
  "umgebung": {
    "ort": "",
    "einrichtung": "",
    "licht": ""
  },
  "stimmung": "",
  "bildstil": ""
}

Diese Vorlage können Sie:

  • ausdrucken
  • digital ausfüllen lassen
  • gemeinsam an der Leinwand entwickeln

B. Umwandlung in einen Bild-Prompt

Sie zeigen dann den Transfer:

Aus JSON wird Text.

Beispiel:

Erstelle ein realistisches Lifestyle-Foto.
Zeige eine junge Frau in lockerer Loungewear in hellgrau mit Sternmuster.
Sie steht barfuß in einem hellen Schlafzimmer.
Natürliches Tageslicht fällt durch große Fenster.
Die Stimmung wirkt ruhig und entspannt.

Die Teilnehmenden erkennen sofort:
Das ist kein Zufall, sondern Ableitung.


3. Typische Aha-Momente im Kurs

Diese Punkte zünden fast immer:

  • „Ach so, man kann Bilder planen.“
  • „Das ist wie ein Rezept.“
  • „Man muss nicht kreativ sein, sondern klar.“

Gerade für Erwachsene in der Weiterbildung ist das enorm entlastend.


4. Optional: Mini-Hausaufgabe

Beschreiben Sie Ihr Wunschbild zuerst nur im JSON.
Erst danach schreiben Sie den Prompt.

So trennen Sie Denken und Schreiben.
Das verbessert die Ergebnisse spürbar.

KI-Bilder verstehen und erstellen

Handout für Teilnehmende

Warum entstehen KI-Bilder nicht zufällig?

KI erzeugt Bilder nicht aus Intuition.
Sie verarbeitet Informationen.

Je klarer diese Informationen sind, desto genauer fällt das Ergebnis aus.

Darum lohnt es sich, Bilder systematisch zu beschreiben, bevor man sie generiert.


Das Prinzip: Vom Bild zur Struktur

Ein Bild lässt sich immer in feste Bestandteile zerlegen:

  • Motiv
  • Person
  • Kleidung
  • Umgebung
  • Licht
  • Stimmung
  • Bildstil

Diese Struktur hilft dabei,

  • Bilder gezielt zu planen
  • Prompts verständlich aufzubauen
  • Ergebnisse reproduzierbar zu machen

Warum JSON?

JSON ist eine einfache Textstruktur.

  • Menschen können sie lesen
  • KI kann sie verarbeiten

JSON zwingt zur Klarheit.
Es verhindert vage Beschreibungen wie „schön“ oder „modern“.


Beispiel: Bild strukturiert beschreiben

{
  "motiv": "Frau in Loungewear",
  "person": {
    "alter": "junge Erwachsene",
    "haltung": "locker stehend",
    "ausdruck": "freundlich"
  },
  "kleidung": {
    "art": "Zweiteiler",
    "farbe": "hellgrau",
    "muster": "Sterne"
  },
  "umgebung": {
    "ort": "Schlafzimmer",
    "licht": "Tageslicht"
  },
  "stimmung": "entspannt",
  "bildstil": "realistische Lifestyle-Fotografie"
}

Vom JSON zum Prompt

Aus der Struktur entsteht ein verständlicher Bildprompt:

Erstelle ein realistisches Lifestyle-Foto.
Zeige eine junge Frau in hellgrauer Loungewear mit Sternmuster.
Sie steht locker in einem hellen Schlafzimmer.
Natürliches Tageslicht fällt durch große Fenster.
Die Stimmung wirkt ruhig und entspannt.

Merksatz:
Erst denken. Dann formulieren.



Arbeitsblatt

Aufgabe 1: Bildanalyse

Betrachten Sie ein Bild.

Beantworten Sie die Fragen stichpunktartig:

  • Wer oder was ist das Hauptmotiv?
  • Welche Kleidung ist zu sehen?
  • Wo spielt die Szene?
  • Wie wirkt das Licht?
  • Welche Stimmung entsteht?

Aufgabe 2: Strukturieren mit JSON

Übertragen Sie Ihre Beobachtungen in die folgende Vorlage:

{
  "motiv": "",
  "person": {
    "alter": "",
    "geschlecht": "",
    "haltung": "",
    "ausdruck": ""
  },
  "kleidung": {
    "art": "",
    "farbe": "",
    "stil": ""
  },
  "umgebung": {
    "ort": "",
    "einrichtung": "",
    "licht": ""
  },
  "stimmung": "",
  "bildstil": ""
}

Aufgabe 3: Prompt formulieren

Formulieren Sie aus Ihrem JSON einen vollständigen Bildprompt in ganzen Sätzen.

Hinweise:

  • Keine Stichworte
  • Klare Verben
  • Kurze Sätze

Zusatzaufgabe (optional)

Ändern Sie nur einen Punkt im JSON:

  • andere Umgebung oder
  • andere Stimmung oder
  • andere Tageszeit

Formulieren Sie danach einen neuen Prompt.

Vergleichen Sie die Wirkung.


Lernziel

Sie erkennen:

  • Bilder lassen sich planen
  • Gute Prompts folgen einer Struktur
  • Kontrolle ersetzt Zufall

Ende des Arbeitsblatts

Schritt für Schritt

1. Thema oder Idee überlegen

Bevor Sie die KI auffordern, ein Bild zu erzeugen, brauchen Sie eine Vorstellung davon, was Sie sehen wollen.

Beispiel:
„Ein Roboter, der auf einem Surfbrett durch die Milchstraße reitet.“


2. Prompt formulieren

Jetzt beschreiben Sie möglichst konkret, was das Bild zeigen soll. Die KI versteht natürliche Sprache – aber je klarer Ihre Beschreibung, desto besser wird das Ergebnis.

Guter Prompt:
„Erstelle ein surrealistisches Bild von einem glänzenden humanoiden Roboter mit Sonnenbrille, der auf einem Surfbrett durch die Milchstraße gleitet. Der Hintergrund zeigt bunte Galaxien und einen Planeten mit Ringen. Stil: digital painting, leuchtende Farben.“


3. Bildgenerierung starten

Geben Sie den Prompt direkt in ChatGPT ein und sagen Sie zum Beispiel:

„Bitte generiere ein Bild mit folgendem Prompt:“

Kopieren Sie anschließend Ihren Text (Prompt) hinein.


4. Bild betrachten und bewerten

Schauen Sie sich das generierte Bild genau an.
Fragen Sie sich:

  • Entspricht es meiner Vorstellung?
  • Fehlen Details?
  • Ist etwas übertrieben oder merkwürdig dargestellt?

5. Prompt verfeinern

Wenn das Ergebnis noch nicht passt: prompten Sie weiter!

Beispiele für Anpassungen:

  • Zu dunkel? Fügen Sie hinzu: „hell beleuchtet“
  • Falscher Stil? Ergänzen Sie: „im Stil eines Pixar-Films“
  • Falsche Perspektive? Ergänzen Sie: „Vogelperspektive“ oder „Frontalansicht“

6. Neue Version generieren lassen

Geben Sie die überarbeitete Beschreibung wieder in ChatGPT ein.
Tipp: Notieren Sie sich, welche Änderungen welchen Effekt hatten – das hilft beim Lernen!


7. Bild speichern oder weiterverwenden

Wenn Ihnen das Bild gefällt, können Sie es speichern und z. B. in Präsentationen, Collagen oder kreativen Projekten verwenden.

Achtung: Achten Sie auf Nutzungsrechte, besonders bei öffentlichen oder kommerziellen Anwendungen.


8. Experimentieren & Spaß haben

Testen Sie absurde Kombinationen wie „eine Bananenrakete im Opernhaus“ oder „ein Hamster im Astronautenanzug bei der Landung auf dem Mars“.
Gerade durch solche Experimente lernen Sie, wie mächtig die KI wirklich ist – und wie kreativ Sie selbst sein können!

Bildstile

Klassische Kunststile

  • Ölgemälde („oil painting“)
  • Aquarell („watercolor“)
  • Skizze / Zeichnung („pencil sketch“, „ink drawing“)
  • Impressionismus (z. B. wie Monet)
  • Expressionismus (z. B. wie van Gogh)
  • Klassische Porträtmalerei
  • Pop Art (z. B. wie Andy Warhol)
  • Surrealismus (z. B. wie Salvador Dalí)

Moderne und digitale Stile

  • Digital Painting
  • Vektorillustration („vector art“)
  • Low Poly (reduziert, geometrisch)
  • 3D-Rendering (realistisch, plastisch)
  • Neon-Stil / Cyberpunk
  • Glitch Art (mit Bildfehlern)
  • Isometrisch (technische Perspektive)

Fotorealistische Stile

  • Hochauflösende Fotografie
  • Makrofotografie (extreme Nahaufnahme)
  • Polaroid-Stil
  • Analogfilm-Look
  • Vintage / Retro-Foto
  • Bokeh-Effekt (unscharfer Hintergrund)

Illustrations- und Comicstile

  • Anime
  • Manga
  • Cartoon
  • Comicstil / Graphic Novel
  • Kinderbuchillustration
  • Chibi-Style (niedlich, überzeichnet)

Spezielle Stile und Kombinationen

  • Steampunk
  • Fantasy Art
  • Science Fiction
  • Dark Mode / Gothic
  • Psychedelisch
  • Minimalistisch
  • Kollagen-Stil
  • Papercut (wie aus Papier geschnitten)

Stil nach Künstlern (Achtung auf Rechte!)

  • „in the style of van Gogh“
  • „in the style of Picasso“
  • „in the style of Studio Ghibli“
  • „in the style of H. R. Giger“
  • „in the style of Banksy“
    (Tipp: bei urheberrechtlich geschützten Künstlern lieber „ähnlich wie“ schreiben)

Interview

„KI mit Pinsel und Pixel“

Journalist: Herr Braun, Sie nennen Ihr Seminar „ChatGPT, Nano Banana & Co“. Ich muss gleich fragen: Was hat es mit der Banane auf sich?

Dozent (lacht): Ah, das ist mein Lieblingsbeispiel! Wenn man der KI sagt: „Zeig mir eine Nano-Banane, die im Smoking auf einem Einrad durch die Wüste radelt“, dann erzeugt sie genau das – visuell, detailliert, manchmal herrlich absurd. Es zeigt die Kreativität der Maschine, aber auch die Macht des Menschen hinter dem Prompt.

Journalist: Also ist die Eingabe entscheidend?

Dozent: Absolut. Der Prompt ist das neue Pinselwerkzeug. Wer präzise, kreativ und strukturiert beschreibt, was er will, bekommt auch faszinierende Ergebnisse. Und genau das üben wir im Seminar – mit Humor, Technik und ganz viel Bildzauberei.

Journalist: Welche Tools kommen zum Einsatz?

Dozent: Wir arbeiten mit DALL·E, Midjourney, Leonardo und manchmal auch mit kostenlosen Alternativen. Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Ergebnisse ausfallen – selbst bei identischen Eingaben!

Journalist: Und wie gehen Sie mit ethischen Fragen um? Man hört ja viel über Deepfakes und Fake News.

Dozent: Ganz wichtiges Thema! Wir diskutieren die Grenzen und Gefahren offen. Bild-KI ist ein Werkzeug – und jedes Werkzeug kann gut oder schlecht eingesetzt werden. Meine Devise: Verstehen, aufklären, verantwortungsvoll nutzen. Und: Eigene Werke schaffen, statt zu täuschen.

Journalist: Was nehmen die Teilnehmer konkret mit?

Dozent: Sie verlassen das Seminar mit prall gefülltem Ideenrucksack: Sie wissen, wie KI-Bildgeneratoren funktionieren, sie haben unzählige Prompts ausprobiert, eigene Werke geschaffen und sind sensibilisiert für Chancen und Stolperfallen. Und meistens auch mit einem breiten Grinsen im Gesicht!

Journalist: Das klingt nach einer faszinierenden Reise durch Kunst, Technik und Fantasie.

Dozent: Ganz genau. Willkommen in der Welt der kreativen Algorithmen!

Essay

Wenn Maschinen träumen lernen – Warum KI-Bilder unsere Kreativität herausfordern

In einer Welt, in der Maschinen schreiben, komponieren und malen, stellt sich eine faszinierende Frage: Wer ist hier eigentlich der Künstler? Die moderne Bildgenerierung durch künstliche Intelligenz – ob mit ChatGPT, DALL·E, Midjourney oder anderen Tools – hat eine Schwelle überschritten, die uns zwingt, Kreativität neu zu definieren. Nicht mehr nur der Mensch erfindet Bilder aus dem Nichts, sondern auch Maschinen. Und doch bleibt der Mensch entscheidend – als Ideengeber, als Prompt-Autor, als Interpret.

Im Zentrum dieser neuen Bildwelt steht ein unscheinbarer Held: der Prompt. Er ist keine technische Kleinigkeit, sondern ein kreatives Manifest. Wie wir unsere Gedanken in Worte gießen, entscheidet über die Ästhetik, den Stil und die Wirkung des generierten Bildes. Ein Prompt ist mehr als eine Anweisung – er ist ein Dialog zwischen Mensch und Maschine, zwischen Vorstellungskraft und Rechenleistung.

Die Rolle der KI als Werkzeug lässt sich vielleicht mit der Kamera vergleichen: Auch sie hat einst die Kunstwelt erschüttert, aber nicht ersetzt. Sie hat neue Perspektiven eröffnet – buchstäblich und künstlerisch. Genauso verhält es sich mit KI-Bildgeneratoren. Sie nehmen uns nicht das Denken ab, sondern fordern es heraus. Denn nur wer präzise denkt, fantasievoll formuliert und gleichzeitig logisch strukturiert arbeitet, erhält visuell beeindruckende Ergebnisse.

Und dann ist da noch der Spaßfaktor – der nicht unterschätzt werden darf. Wenn eine „Nano-Banane auf einem Einrad durch die Sahara“ plötzlich in fotorealistischer Qualität erscheint, ist das nicht nur ein technisches Kunststück, sondern auch ein Anlass zum Staunen. Und Staunen ist der Anfang jeder guten Geschichte, jeder Erfindung, jeder Kunst.

Doch mit dieser Macht wächst auch die Verantwortung. Urheberrechte, Manipulation, Bildfälschung – all das gehört zur Wahrheit dazu. Deshalb muss jede Beschäftigung mit KI-Bildgeneratoren auch ethisch fundiert sein. Wir müssen verstehen, wie leicht visuelle Inhalte heute verfälscht und instrumentalisiert werden können – und wie wichtig es ist, selbstbestimmt, kritisch und reflektiert damit umzugehen.

Abschließend bleibt zu sagen: Die KI kann Bilder malen, wie sie will – aber sie träumt nicht. Noch nicht. Es ist unsere Aufgabe, ihr die Träume zu geben. Die guten. Die verrückten. Die menschlichen.

Grenzen und Chancen

1. Die Chancen – Kreativität trifft Technologie

Die Bildgenerierung durch künstliche Intelligenz eröffnet neue Dimensionen der Kreativität. Noch nie war es so einfach, komplexe visuelle Ideen innerhalb von Sekunden Wirklichkeit werden zu lassen. Ob futuristische Städte, alternative Tierarten oder surreale Traumlandschaften – die KI kennt keine physischen Beschränkungen, keine Materialkosten und keine Ermüdung. Jeder Mensch, unabhängig von zeichnerischem Talent oder gestalterischer Ausbildung, kann heute zum visuellen Schöpfer werden.

In Bildung, Kunst, Marketing und Forschung eröffnet dies revolutionäre Möglichkeiten:

  • Lehrer können komplexe Themen mit individuell erzeugten Illustrationen erklären.
  • Designer entwickeln erste Entwürfe in Minuten.
  • Autoren erschaffen visuelle Szenen für ihre Geschichten.
  • Historiker lassen vergangene Welten neu auferstehen.

Die KI ist dabei nicht der Gegner des Künstlers, sondern ein Werkzeug, das Ideen verstärken kann – ein kreativer Partner mit unerschöpflicher Energie.


2. Die Grenzen – wo Algorithmen versagen

Doch so beeindruckend die Ergebnisse auch sein mögen, die Technologie hat klare Grenzen. Künstliche Intelligenz „versteht“ nicht wirklich, was sie darstellt. Sie arbeitet statistisch, nicht semantisch. Das bedeutet:

  • Ein falscher Prompt kann zu absurden oder unbrauchbaren Ergebnissen führen.
  • Details wie Hände, Ziffern oder Perspektiven können fehlerhaft sein.
  • Stile können vermischt oder inkonsistent dargestellt werden.

Zudem fehlt der KI das Kontextverständnis. Eine „lächelnde Biene beim Yoga“ mag technisch erzeugbar sein – aber ob sie im kulturellen Kontext Sinn ergibt, versteht die KI nicht. Hier bleibt der Mensch als Interpret und Kritiker unersetzlich.


3. Ethische und rechtliche Grenzen

Mit der wachsenden Popularität kommen auch ethische und juristische Fragestellungen. Wer besitzt die Rechte an einem KI-generierten Bild? Was passiert, wenn Künstlerstile imitiert werden? Wie geht man mit Fake-Bildern um, die täuschend echt aussehen?

Gerade in einer Zeit, in der Bildmanipulation zur politischen Waffe werden kann, ist Aufklärung essenziell. Jede Generation von Nutzerinnen und Nutzern muss lernen, KI-Bilder zu hinterfragen – sowohl beim Erstellen als auch beim Konsumieren.


4. Zwischen Wunder und Werkzeug

Die wahre Stärke der KI liegt darin, dass sie uns zwingt, klarer zu denken, präziser zu beschreiben und bewusster zu gestalten. Wer mit KI arbeitet, lernt über sich selbst: über das, was man sieht, was man ausdrücken will, und wie man Sprache und Vorstellungskraft kombiniert.

Die KI liefert keine Kunst – sie bietet ein Medium. Kein Pinsel, keine Kamera, keine Software hat jemals Kreativität erzeugt – sie alle ermöglichen sie nur.


5. Fazit

Die KI-Bildgenerierung ist eine Einladung zur Zusammenarbeit: Mensch und Maschine, Vorstellungskraft und Rechenleistung, Vision und Variation. Die Chancen sind grenzenlos, solange wir die Grenzen nicht aus den Augen verlieren.

Übungen

Übung 1: Von der Idee zum Bild

Aufgabe:
Überlegen Sie sich ein originelles Bildmotiv, das es vermutlich noch nicht gibt. Formulieren Sie einen Prompt, mit dem Sie dieses Bild von der KI erzeugen lassen möchten.

Beispielhafte Idee:
„Ein Bücherwurm, der in einer Bibliothek ein Konzert auf einer Geige gibt.“

Schritt-für-Schritt-Lösung:

  1. Idee klar formulieren.
  2. Prompt erstellen:
    „Ein anthropomorpher Bücherwurm mit Brille spielt Geige in einer alten Bibliothek, umgeben von fliegenden Notenblättern. Stil: Aquarell, warmes Licht.“
  3. In ChatGPT oder ein Bildtool eingeben.
  4. Ergebnis bewerten und ggf. Prompt verfeinern.

Übung 2: Stilwechsel

Aufgabe:
Wählen Sie ein einfaches Motiv (z. B. „eine Katze auf einem Stuhl“) und lassen Sie es in vier verschiedenen Bildstilen generieren.

Stilvorgaben (frei wählbar):

  • Fotorealismus
  • Manga
  • Ölgemälde
  • Cyberpunk

Schritt-für-Schritt-Lösung:

  1. Basis-Prompt: „Eine Katze auf einem antiken Holzstuhl“
  2. Ergänzen Sie jeweils den Stil:
    • „… im Stil eines Ölgemäldes“
    • „… als Manga-Illustration“ usw.
  3. Bilder erzeugen lassen.
  4. Unterschiede dokumentieren und analysieren.

Übung 3: Fehler finden

Aufgabe:
Sie bekommen ein fehlerhaftes KI-Bild (z. B. mit sechs Fingern, falscher Perspektive oder merkwürdigen Proportionen). Formulieren Sie einen neuen Prompt, um die Fehler zu beheben.

Schritt-für-Schritt-Lösung:

  1. Bild analysieren: Was stimmt nicht?
  2. Beispiel: Die Figur hat sechs Finger → Prompt ändern:
    „Eine realistische Frau mit exakt fünf Fingern an jeder Hand, Porträt, Fotorealismus.“
  3. Neue Version erzeugen und vergleichen.

Übung 4: Toolvergleich

Aufgabe:
Nutzen Sie zwei verschiedene KI-Bildgeneratoren mit dem gleichen Prompt. Vergleichen Sie die Ergebnisse.

Beispiel-Prompt:
„Ein futuristischer Marktplatz auf dem Mars mit Aliens und Robotern, bei Sonnenuntergang, im Stil einer Concept Art Illustration.“

Schritt-für-Schritt-Lösung:

  1. Prompt in DALL·E eingeben.
  2. Gleichen Prompt in Midjourney oder Leonardo verwenden.
  3. Ergebnisse nebeneinanderstellen.
  4. Unterschiede analysieren: Details, Farbstimmung, Auflösung, Kreativität.

Übung 5: Rätselbild

Aufgabe:
Arbeiten Sie in Zweierteams. Eine Person denkt sich ein komplexes Bild aus, beschreibt es aber nur verbal (nicht als Prompt!). Die zweite Person schreibt daraus einen Prompt und lässt das Bild generieren.

Ziel: Das KI-Bild soll möglichst nah an der ursprünglichen Vorstellung liegen.

Schritt-für-Schritt-Lösung:

  1. Person A beschreibt z. B.: „Ein Frosch als Ritter auf einem Pferd, kämpft gegen eine fliegende Pizza.“
  2. Person B macht daraus:
    „Ein Ritter-Frosch in Rüstung reitet auf einem weißen Pferd und schwingt ein Schwert gegen eine fliegende Pizza. Fantasievolle Szene, digital painting.“
  3. Bild erzeugen.
  4. Gemeinsam vergleichen und bewerten.

Hausaufgabe

Hausaufgabe 1: Prompt-Tagebuch

Aufgabe:
Erstellen Sie über 3 Tage hinweg jeweils 3 Prompts für KI-generierte Bilder. Variieren Sie bewusst Sprache, Detailtiefe und Stil.

Abgabeformat:

  • Notieren Sie alle Prompts.
  • Speichern Sie die generierten Bilder.
  • Schreiben Sie pro Tag ein kurzes Fazit: Was hat gut funktioniert? Was nicht?

Hausaufgabe 2: Stil-Experiment

Aufgabe:
Wählen Sie ein Thema Ihrer Wahl (z. B. „ein altes Fahrrad“) und generieren Sie mindestens 5 Bilder in verschiedenen Stilen (realistisch, surreal, cartoonartig, etc.).

Abgabeformat:

  • Prompt und Stil jeweils dokumentieren.
  • Bilder vergleichen.
  • Reflexion: Welcher Stil gefällt Ihnen persönlich am besten – und warum?

Hausaufgabe 3: Bildbeschreibung rückwärts

Aufgabe:
Lassen Sie ein beliebiges KI-Bild generieren (z. B. „eine Schildkröte beim Tennisspielen“) und geben Sie es einem Familienmitglied oder Freund. Diese Person soll beschreiben, was sie sieht – ohne den Prompt zu kennen.

Ziel: Erkennen andere Menschen, was Sie erzeugen wollten?

Abgabeformat:

  • Original-Prompt
  • generiertes Bild
  • freie Beschreibung der dritten Person
  • Reflexion: Wie klar war Ihre visuelle Botschaft?

Hausaufgabe 4: Bild mit Botschaft

Aufgabe:
Erstellen Sie ein KI-generiertes Bild, das eine gesellschaftliche Aussage trifft – z. B. zum Thema Umwelt, Digitalisierung oder Zusammenhalt.

Beispiel:
„Ein Baum aus Smartphones, aus dem Vögel fliegen“

Abgabeformat:

  • Prompt
  • Bild
  • kurzer Text (ca. 150 Wörter), der Ihre Intention erklärt

Hausaufgabe 5: Mein KI-Kunstwerk

Aufgabe:
Entwerfen Sie ein Bild, auf das Sie wirklich stolz sind – egal wie absurd, realistisch oder poetisch es ist. Es ist Ihr persönliches „Meisterwerk“.

Abgabeformat:

  • Titel
  • Prompt
  • Bild
  • Begleittext: Warum haben Sie genau dieses Motiv gewählt? Was bedeutet es für Sie?

FAQs

FAQs – ChatGPT, Nano Banana & Co

1. Brauche ich Programmierkenntnisse, um mit KI-Bildgeneratoren zu arbeiten?

Nein. Die meisten Tools sind so gestaltet, dass sie ganz einfach mit Textbefehlen („Prompts“) funktionieren – keine Programmierung nötig!

2. Was ist ein Prompt?

Ein Prompt ist eine Beschreibung in natürlicher Sprache, die der KI sagt, was sie darstellen soll – z. B. „Ein fliegender Wal über einer neonfarbenen Stadt bei Nacht“.

3. Muss ich für diese Tools bezahlen?

Einige Grundfunktionen sind kostenlos (z. B. bei Bing/DALL·E), aber leistungsfähigere Versionen wie Midjourney oder Leonardo erfordern meist ein Abo.

4. Wie genau versteht die KI meine Eingabe?

Die KI „versteht“ Sprache statistisch. Je klarer, strukturierter und bildhafter Sie beschreiben, desto besser das Ergebnis.

5. Kann ich bestehende Bilder hochladen und bearbeiten lassen?

Bei einigen Tools ja – z. B. DALL·E bietet sogenannte „Inpainting“-Funktionen. ChatGPT kann auch Bildbearbeitung unterstützen.

6. Was mache ich, wenn das Bild nicht meinen Vorstellungen entspricht?

Prompt anpassen! Manchmal reichen kleine Ergänzungen („im Stil von…“, „hell beleuchtet“, „realistisch“) für ein besseres Ergebnis.

7. Wie viele Bilder kann ich erzeugen?

Das hängt vom Tool ab. Einige haben tägliche Limits, andere sind unbegrenzt bei kostenpflichtigen Tarifen.

8. Darf ich die generierten Bilder kommerziell nutzen?

Kommt auf das Tool an. Viele Anbieter erlauben die Nutzung für private und kommerzielle Zwecke – aber Vorsicht bei Marken, Promis und urheberrechtlich geschützten Inhalten!

9. Wie realistisch sind die Bilder?

Sehr realistisch – oft täuschend echt. Doch Details wie Hände, Perspektiven oder kleine Objekte können fehlerhaft sein.

10. Können mehrere Personen gemeinsam an einem Bild arbeiten?

Ja, das ist möglich – z. B. durch gemeinsame Promptentwicklung in Gruppen oder durch Weitergabe von Prompts mit Anpassungen.

11. Kann ich der KI sagen, wie das Bild aufgebaut sein soll?

Ja – durch räumliche Begriffe wie „links“, „im Hintergrund“, „auf dem Dach“ usw. lässt sich das Bild steuern.

12. Gibt es auch KI, die Videos erzeugt?

Ja, die Entwicklung steht noch am Anfang (z. B. mit Runway oder Pika), aber es ist ein spannender Ausblick.

13. Ist das ethisch unbedenklich?

Nicht immer. Es besteht Missbrauchsgefahr durch Fakebilder. Deshalb ist kritisches Denken und verantwortungsvoller Umgang Teil des Seminars.

14. Kann ich Bilder von echten Personen erstellen lassen?

Die meisten Tools blockieren Prompts mit Promi-Namen oder Gesichtern – aus guten Gründen. Das kann rechtlich und ethisch problematisch sein.

15. Wie kann ich meine Bilder sichern und archivieren?

Einfach herunterladen und z. B. in einem persönlichen digitalen Portfolio speichern – ideal mit Angabe des Prompts und des Tools.

ActAI EU

Der EU AI Act – Was gilt für KI-Bildgeneratoren?

Was ist der EU AI Act?

Der EU AI Act ist das erste umfassende Gesetz zur Regulierung künstlicher Intelligenz in Europa. Es soll sicherstellen, dass KI-Systeme vertrauenswürdig, sicher und transparent sind – auch beim Erzeugen von Bildern.


Was bedeutet das für Bildgeneratoren wie DALL·E, Midjourney oder Leonardo?

Diese Tools fallen unter die Kategorie „generelle KI-Systeme“ (General Purpose AI), da sie vielseitig einsetzbar sind – unter anderem zur Erstellung von Bildern, die realistisch wirken oder sogar täuschen können.

Die Anbieter solcher Tools müssen künftig:

  • klar kennzeichnen, dass das Bild von einer KI erstellt wurde,
  • Transparenz schaffen, wie das Modell funktioniert und trainiert wurde,
  • sicherstellen, dass keine verbotenen Inhalte generiert werden (z. B. diskriminierende, gefährliche oder täuschende Bilder),
  • Maßnahmen gegen Missbrauch integrieren (z. B. Deepfakes erkennen, Desinformation verhindern).

Was heißt das für Nutzerinnen und Nutzer?

Für die Anwender – also für Sie und Ihre Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer – ändert sich vorerst wenig. Aber:

  • KI-Bildgeneratoren müssen nachvollziehbarer werden.
  • Es kann sein, dass bestimmte Inhalte eingeschränkt oder blockiert werden.
  • Die Tools müssen klarer informieren, ob ein Bild durch KI entstanden ist.

Was ist verboten?

  • Bildgenerierung zur Manipulation von Menschen, etwa durch täuschend echte Fake-Personen in politischen Kontexten.
  • Biometrische Erkennung ohne Zustimmung (z. B. Gesichter von echten Personen generieren und auswerten).
  • Social Scoring oder andere „verhaltensbasierte Bewertungen“ mit visuellen Daten.

Was ist erlaubt – und was bleibt kreativ möglich?

Die kreative Nutzung zur Erstellung von Kunst, Illustrationen, Fantasiewelten oder auch Lernmaterial bleibt weiterhin erlaubt – und erwünscht. Solange keine Rechte verletzt, Menschen getäuscht oder gefährliche Inhalte erstellt werden, bleibt die kreative Arbeit mit KI ein rechtssicherer und spannender Bereich.


Fazit für das Seminar:

  • Bild-KI bleibt nutzbar – aber mit Regeln.
  • Nutzerinnen und Nutzer sollen kritisch, kreativ und verantwortungsvoll mit KI umgehen.
  • Die rechtlichen Rahmenbedingungen fördern vertrauenswürdige Tools und bewussten Umgang.