Computer, Internet und KI

Computer, Internet und KI – Grundkurs für Einsteiger

Untertitel: Die digitale Welt verstehen, nutzen und mitgestalten

Die digitale Welt ist überall – und wer sie versteht, kann sie aktiv für sich nutzen.

Inhalte

  • Grundlagen der Computertechnik: Aufbau, Bedienung und wichtige Begriffe
  • Einstieg ins Internet: Browser, E-Mail, Online-Sicherheit
  • Digitale Kommunikation: Soziale Medien, Videokonferenzen & Co.
  • Erste Schritte mit Künstlicher Intelligenz: Was kann sie – und was (noch) nicht?
  • Praktische Übungen und Alltagsanwendungen

Zielgruppe

Alle, die den Einstieg in die digitale Welt suchen – ganz ohne Vorkenntnisse.

Lernziel

Die Teilnehmenden erlangen ein grundlegendes Verständnis von Computer, Internet und KI und können einfache Anwendungen sicher bedienen.

Vorkenntnisse

Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich – nur Neugier und Offenheit für Neues.

Materialien

Präsentation: PowerPoint

Gliederung


1. Einführung in die digitale Welt

1.1 Was bedeutet „digital“ eigentlich?
1.2 Vom Rechenschieber zur KI – ein historischer Überblick
1.3 Warum digitale Kompetenz heute so wichtig ist

2. Computer verstehen – die Grundlagen

2.1 Aufbau und Funktion eines PCs oder Laptops
2.2 Betriebssysteme: Windows, macOS, Linux – Unterschiede und Gemeinsamkeiten
2.3 Dateien, Ordner, Programme: Die digitale Ordnung meistern

3. Das Internet – ein Netz, das die Welt verbindet

3.1 Wie funktioniert das Internet technisch?
3.2 Browser, Suchmaschinen und Webseiten richtig nutzen
3.3 E-Mail, Cloud und Online-Speicher sicher einsetzen
3.4 Cybersicherheit: Passwörter, Virenschutz & gesunder Menschenverstand

4. Kommunikation im digitalen Zeitalter

4.1 Messenger, Videoanrufe, Soziale Netzwerke
4.2 Datenschutz und Privatsphäre in der digitalen Kommunikation
4.3 Digitale Etikette: Dos and Don‘ts im Netz

5. Künstliche Intelligenz – was Maschinen (nicht) denken können

5.1 Was ist KI? Grundlagen und Begriffe
5.2 Anwendungsbeispiele aus dem Alltag
5.3 Chancen und Risiken: Was bringt die Zukunft?

6. Praktische Übungen und Projekte

6.1 E-Mail einrichten und schreiben
6.2 Dokument speichern, wiederfinden und teilen
6.3 Kleine Recherche-Aufgabe mit Google & Co.
6.4 Erste KI-Experimente mit ChatGPT oder Bildgeneratoren

Übungen

Aufgabe 1: Eine E-Mail schreiben und verschicken

Ziel: Selbstständig eine E-Mail mit Anhang versenden.

Aufgabenstellung:
Erstellen Sie eine E-Mail an einen Kurskollegin, in der Sie sich kurz vorstellen und ein Dokument (z. B. ein Foto oder ein Text) als Anhang mitsenden.

Musterlösung Schritt für Schritt:

  1. Öffnen Sie Ihr E-Mail-Programm (z. B. Gmail, Web.de, Outlook).
  2. Klicken Sie auf „Neue E-Mail“ oder „Verfassen“.
  3. Tragen Sie die E-Mail-Adresse des Empfängers ein.
  4. Betreff eingeben: „Vorstellung – [Ihr Name]“
  5. Text schreiben: „Hallo, mein Name ist … Ich freue mich auf den Kurs. Viele Grüße!“
  6. Klicken Sie auf „Datei anhängen“ oder die Büroklammer und wählen Sie ein Dokument.
  7. Klicken Sie auf „Senden“.
  8. Prüfen Sie im „Gesendet“-Ordner, ob alles funktioniert hat.

Aufgabe 2: Einen Ordner erstellen und Dateien organisieren

Ziel: Den Umgang mit dem Dateisystem üben.

Aufgabenstellung:
Erstellen Sie auf Ihrem Computer einen Ordner „Kursmaterial“, legen Sie dort zwei weitere Unterordner an: „Dokumente“ und „Bilder“. Verschieben Sie mindestens eine Datei in jeden Ordner.

Musterlösung Schritt für Schritt:

  1. Öffnen Sie den Datei-Explorer (Windows: Windows-Taste + E).
  2. Wählen Sie den Desktop oder „Dokumente“ aus.
  3. Rechtsklick → „Neu“ → „Ordner“ → benennen Sie ihn „Kursmaterial“.
  4. Öffnen Sie den Ordner „Kursmaterial“.
  5. Wiederholen Sie den Vorgang für zwei Unterordner: „Dokumente“ und „Bilder“.
  6. Öffnen Sie ein zweites Explorer-Fenster und suchen Sie passende Dateien.
  7. Ziehen Sie eine Textdatei in „Dokumente“, ein Bild in „Bilder“.
  8. Überprüfen Sie die Inhalte.

Aufgabe 3: Eine sichere Google-Suche durchführen

Ziel: Effektive Recherche mit Sicherheitsbewusstsein.

Aufgabenstellung:
Recherchieren Sie die Öffnungszeiten der nächsten Stadtbibliothek. Notieren Sie die Quelle und speichern Sie die Information in einer Textdatei.

Musterlösung Schritt für Schritt:

  1. Öffnen Sie Ihren Browser.
  2. Geben Sie ein: „Stadtbibliothek [Ihr Ort] Öffnungszeiten“
  3. Klicken Sie auf den offiziellen Link der Stadt oder Bibliothek.
  4. Notieren Sie sich die Öffnungszeiten.
  5. Öffnen Sie den Editor oder Word.
  6. Schreiben Sie: „Öffnungszeiten Stadtbibliothek [Ort]: Mo-Fr 10–18 Uhr. Quelle: www…“
  7. Speichern Sie die Datei unter dem Namen „Bibliothek_Öffnungszeiten.txt“ im Ordner „Dokumente“.
  8. Schließen Sie das Programm.

Aufgabe 4: Erste Schritte mit KI – ChatGPT testen

Ziel: Einen Einstieg in KI-Dialogsysteme erleben.

Aufgabenstellung:
Besuchen Sie www.chatgpt.com oder www.bing.com/chat. Stellen Sie der KI folgende Frage:
„Was kann ich mit einem Computer alles machen?“
Speichern Sie die Antwort.

Musterlösung Schritt für Schritt:

  1. Öffnen Sie Ihren Browser und gehen Sie zu www.chatgpt.com (Konto erforderlich) oder Bing Chat.
  2. Schreiben Sie die Frage in das Chat-Feld.
  3. Warten Sie die Antwort ab.
  4. Markieren Sie den Text, klicken Sie mit der rechten Maustaste → „Kopieren“.
  5. Öffnen Sie ein Textverarbeitungsprogramm.
  6. Einfügen (Strg+V) und speichern unter „KI_Antwort.txt“
  7. Fertig!

Aufgabe 5: Sicheres Passwort erstellen und testen

Ziel: Ein sicheres Passwort konstruieren.

Aufgabenstellung:
Erstellen Sie ein sicheres Passwort mit mindestens 12 Zeichen, das Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthält. Testen Sie es auf einer seriösen Seite.

Checken Sie auf der folgenden Seite von HPI ihre E-Mail-Adresse: Identity Leak Checker

Musterlösung Schritt für Schritt:

  1. Denken Sie sich ein Passwort aus, z. B.: R3genW@ld_2025
  2. Gehen Sie auf https://www.security.org/how-secure-is-my-password/
  3. Geben Sie das Passwort ein (kein echtes Konto-Passwort verwenden!).
  4. Prüfen Sie die Sicherheitseinschätzung.
  5. Erstellen Sie bei Bedarf ein neues, noch sichereres Passwort.

6. Screenshot erstellen und abspeichern

Aufgabe: Machen Sie einen Screenshot von Ihrem Desktop und speichern Sie ihn als Bilddatei ab.
Lösung:

  1. Drücken Sie Druck-Taste (oder Win + Shift + S für den Snipping-Tool).
  2. Öffnen Sie Paint → Einfügen → Datei speichern als „screenshot_desktop.png“

7. Text formatieren mit Word oder LibreOffice

Aufgabe: Erstellen Sie ein Dokument mit einer Überschrift, Fettschrift, Kursivschrift und einer Liste.
Lösung:

  1. Word öffnen → Überschrift: „Mein erstes Dokument“
  2. Text eingeben: „Das ist fett, kursiv und eine Liste:“
  3. Liste einfügen mit Aufzählungszeichen
  4. Speichern unter „textbeispiel.docx“

8. Datei per E-Mail versenden

Aufgabe: Senden Sie das oben gespeicherte Dokument als Anhang an sich selbst.
Lösung:

  1. E-Mail öffnen → „Neue Nachricht“ → Anhang hinzufügen → Datei auswählen
  2. An eigene Adresse senden → auf Eingang prüfen.

9. QR-Code generieren

Aufgabe: Erstellen Sie einen QR-Code für die Adresse www.vhs.de.
Lösung:

  1. Seite aufrufen: www.qr-code-generator.com
  2. URL eingeben → „QR-Code erstellen“ → herunterladen → speichern.

10. Browser-Lesezeichen setzen

Aufgabe: Speichern Sie www.tagesschau.de als Lesezeichen im Browser.
Lösung:

  1. Website öffnen
  2. Stern-Symbol oder „Lesezeichen“ anklicken → Speichern bestätigen
  3. Prüfen durch Aufruf über Lesezeichenleiste

11. USB-Stick sicher verwenden

Aufgabe: Speichern Sie eine Datei auf einem USB-Stick.
Lösung:

  1. Stick einstecken → Explorer öffnen → Datei in USB-Ordner ziehen
  2. Rechtsklick auf das USB-Symbol → „Auswerfen“

12. WLAN verbinden

Aufgabe: Verbinden Sie sich mit einem WLAN-Netzwerk.
Lösung:

  1. WLAN-Symbol unten rechts → verfügbares Netzwerk auswählen
  2. Passwort eingeben → „Verbinden“ → Verbindung prüfen

13. Videokonferenz starten mit Zoom oder Jitsi

Aufgabe: Erstellen Sie ein Test-Meeting.
Lösung:

  1. Zoom öffnen → „Neues Meeting“ → Kamera aktivieren
  2. Link kopieren → an Mitteilnehmer senden → Ton & Bild testen

14. Online-Umfrage beantworten

Aufgabe: Nehmen Sie an einer einfachen Online-Umfrage teil.
Lösung:

  1. Besuchen Sie www.menti.com
  2. Geben Sie einen Code ein (vom Kursleiter)
  3. Antwort auswählen → „Abschicken“ klicken

15. Chat mit KI-Bildgenerator durchführen

Aufgabe: Erstellen Sie ein Bild mit Hilfe einer KI.
Lösung:

  1. Gehen Sie auf www.chatgpt.com
  2. oder Dall-E
  3. Geben Sie ein Stichwort ein, z. B. „Katze mit Laptop im Weltall“
  4. Warten Sie auf das Ergebnis → speichern Sie das Bild.

Glossar

Glossar (50 Begriffe)

BegriffErläuterung
AccountBenutzerkonto für einen Dienst oder eine Plattform
AdministratorPerson mit erweiterten Zugriffsrechten auf einem Computer oder System
AlgorithmusSchrittweise Anweisung zur Lösung eines Problems
AndroidBetriebssystem für Smartphones und Tablets (Google)
AppKurzform für „Application“ – eine Anwendungssoftware
AttachmentAnhang in einer E-Mail
BackupSicherheitskopie von Daten
BandbreiteDatenübertragungsrate in einem Netzwerk
BrowserProgramm zur Anzeige von Webseiten (z. B. Chrome, Firefox)
ChatbotProgramm, das automatisch auf Texteingaben reagiert
CloudOnline-Speicherplatz für Daten
CookieKleine Datei, die Einstellungen und Daten im Browser speichert
CPUProzessor – das „Gehirn“ des Computers
CursorMarkierung auf dem Bildschirm, z. B. blinkender Strich im Textfeld
DownloadHerunterladen von Dateien aus dem Internet
E-MailElektronische Nachricht
EthernetKabelgebundene Netzwerktechnologie
FAQFrequently Asked Questions – häufig gestellte Fragen
FirewallSchutzsystem gegen unerwünschte Zugriffe aus dem Internet
FestplatteSpeichergerät im Computer
FormatierenNeuaufsetzen oder Strukturieren eines Speichermediums
Gigabyte (GB)Maßeinheit für Daten – ca. 1 Milliarde Bytes
GoogleBeliebteste Suchmaschine im Internet
HardwareAlle physischen Bestandteile eines Computers
HTTPSSichere Variante des Webprotokolls HTTP
IconKleines Symbol zur Darstellung von Programmen oder Dateien
InternetWeltweites Netzwerk von Computern und Servern
IP-AdresseEindeutige Kennung eines Geräts im Netzwerk
KI (Künstliche Intelligenz)Technologie, die menschliche Intelligenz simuliert
LinkVerweis auf eine Webseite
LinuxFreies Betriebssystem, meist für fortgeschrittene Nutzer
LoginAnmeldevorgang an einem System
MausEingabegerät zur Steuerung des Cursors
MicrosoftSoftwarefirma, bekannt für Windows und Office
NetzwerkVerbindung mehrerer Geräte zur Datenübertragung
OnlinebankingBankgeschäfte über das Internet
PDFDateiformat für Dokumente („Portable Document Format“)
PasswortGeheime Zeichenfolge zur Authentifizierung
PhishingBetrugsversuch, meist per E-Mail, um Daten zu stehlen
ProgrammSoftware, die bestimmte Aufgaben erfüllt
RAMArbeitsspeicher eines Computers
RouterGerät, das Internetzugang für mehrere Geräte ermöglicht
ScannerGerät zum Einlesen von Papierdokumenten
ScreenshotAbbild des aktuellen Bildschirminhalts
ServerZentraler Rechner, der Dienste oder Daten bereitstellt
Social MediaSoziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, X
SpamUnerwünschte E-Mails oder Nachrichten
SuchmaschineOnline-Tool zum Finden von Informationen (z. B. Google, Bing)
TastaturEingabegerät mit Buchstaben und Sonderzeichen
UpdateAktualisierung von Programmen oder Systemen
UploadHochladen von Dateien ins Internet
WLANDrahtloses Netzwerk („Wireless LAN“)
WindowsBetriebssystem von Microsoft

Interview

„Wozu das alles?“ – Ein Gespräch über den digitalen Einstieg

Journalist:
Herr Braun, Sie bieten ein Seminar mit dem Titel „Computer, Internet und KI – Grundkurs für Einsteiger“ an. Ganz ehrlich: Ist das Thema nicht schon durch? Jeder hat doch mittlerweile ein Smartphone!

Dozent (Thomas Braun):
Ein spannender Einstieg – und nein, das Thema ist aktueller denn je! Ja, viele Menschen nutzen digitale Geräte. Aber „nutzen“ bedeutet nicht automatisch „verstehen“. Mein Kurs richtet sich an all jene, die endlich den Schritt vom „Ich klicke mal irgendwo drauf“ zum „Ich weiß, was ich tue“ machen möchten.

Journalist:
Und wer ist Ihre Zielgruppe?

Dozent:
Alle, die sich bisher nicht getraut haben zu fragen. Menschen, die sich vielleicht überfordert fühlen von Technik, aber genau wissen, dass sie den Anschluss nicht verlieren wollen – im Alltag, im Beruf, in der Familie. Ich hatte schon Teilnehmende, die nie eine E-Mail geschrieben haben. Und nach dem Kurs konnten sie sogar mit Künstlicher Intelligenz experimentieren.

Journalist:
Künstliche Intelligenz – das klingt ziemlich komplex für Einsteiger. Wie bringen Sie das rüber?

Dozent:
Mit Humor, Beispielen aus dem echten Leben – und ganz ohne Fachchinesisch. Ich zeige zum Beispiel, wie man mit einer KI wie ChatGPT ein Rezept verbessern oder einen Text schreiben lassen kann. Die Begeisterung ist oft riesig, weil plötzlich klar wird: „Das kann ich auch!“

Journalist:
Was unterscheidet Ihren Kurs von einem klassischen Computerkurs?

Dozent:
Ich vermittle nicht nur Wissen, sondern auch ein neues Selbstbewusstsein im Umgang mit Technik. Die Teilnehmer*innen arbeiten mit echten Alltagsbeispielen, können Fehler machen – und dabei lachen. Theorie ist wichtig, aber Praxis und Spaß gehören unbedingt dazu.

Journalist:
Was ist das schönste Feedback, das Sie je erhalten haben?

Dozent:
Eine ältere Teilnehmerin sagte am letzten Kurstag: „Jetzt kann ich mit meinen Enkeln chatten – und endlich weiß ich, worüber sie reden!“ Besser geht’s nicht.

Journalist:
Herr Braun, vielen Dank für das Gespräch. Ich glaube, Sie haben gerade den einen oder anderen Leser neugierig gemacht!

Dozent:
Das freut mich sehr. Und ich sage immer: Es ist nie zu spät, sich auf Neues einzulassen – besonders, wenn es um unsere digitale Zukunft geht.

FAQs

Häufig gestellte Fragen

  1. Brauche ich Vorkenntnisse, um am Seminar teilzunehmen?
    Nein, absolut nicht. Der Kurs ist für komplette Einsteiger konzipiert – alles wird Schritt für Schritt erklärt.
  2. Muss ich einen eigenen Laptop oder PC mitbringen?
    Das hängt vom Veranstalter ab. Falls Sie einen eigenen Laptop haben, bringen Sie ihn gern mit – das Arbeiten am eigenen Gerät erleichtert das Üben.
  3. Wird auch erklärt, wie man mit dem Smartphone umgeht?
    Der Fokus liegt auf dem Computer und dem Internet. Ein paar Grundlagen zur Smartphone-Nutzung fließen aber ebenfalls mit ein – besonders bei der KI.
  4. Wie viele Teilnehmende sind im Kurs?
    In der Regel zwischen 8 und 15 Personen – so bleibt genug Raum für individuelle Betreuung.
  5. Was ist, wenn ich etwas nicht verstehe?
    Kein Problem! Es gibt kein „dummes“ Nachfragen – wir wiederholen alles geduldig und praktisch.
  6. Wie technisch wird es wirklich?
    So technisch wie nötig, so verständlich wie möglich. Sie lernen z. B., was ein Browser ist, wie man E-Mails schreibt, aber auch, was hinter „KI“ steckt.
  7. Bekomme ich Unterlagen oder muss ich alles mitschreiben?
    Sie erhalten ausführliche Unterlagen, die Sie zuhause nachlesen können – Mitschreiben ist nicht notwendig, aber erlaubt.
  8. Was ist, wenn ich etwas vergesse?
    Wissen ist keine Einbahnstraße. Sie dürfen jederzeit nachfragen, wiederholen, probieren. Übung macht den digitalen Meister.
  9. Wie lange dauert das Seminar?
    Die Dauer variiert – in der Regel umfasst der Kurs 10 bis 16 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Der genaue Umfang wird vom Veranstalter festgelegt.
  10. Wird auch erklärt, wie ich sicher im Internet unterwegs bin?
    Ja – Themen wie Passwortsicherheit, Phishing und Datenschutz sind zentrale Bestandteile des Kurses.
  11. Ist der Kurs auch für ältere Menschen geeignet?
    Unbedingt! Der Kurs richtet sich ausdrücklich auch an Personen, die mit Technik bislang wenig zu tun hatten – in jedem Alter.
  12. Wie funktioniert das mit der Künstlichen Intelligenz im Kurs?
    Sie lernen z. B., wie Sie mit ChatGPT kommunizieren oder ein KI-generiertes Bild erstellen – ganz ohne Vorwissen.
  13. Gibt es eine Teilnahmebestätigung oder ein Zertifikat?
    Auf Wunsch erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung – fragen Sie beim Veranstalter nach.
  14. Kann ich den Kurs später nochmal besuchen?
    Viele Anbieter bieten Fortgeschrittenenkurse an. Der Grundkurs ist aber so konzipiert, dass er eine solide Grundlage bildet.
  15. Was passiert, wenn ich an einem Kurstag fehle?
    Sie bekommen die Unterlagen und können versäumte Inhalte im Selbststudium nachholen – oder Sie sprechen den Dozenten direkt an.

Essay

In einer Welt, in der Kühlschränke sprechen, Staubsauger denken und Autos von selbst einparken, erscheint die Frage fast naiv: Muss man sich heute noch mit Computern auskennen – oder erledigt die Technik das inzwischen für uns?

Die Antwort ist so einfach wie unbequem: Ja, man muss. Mehr denn je. Denn während Geräte smarter werden, steigt auch die Gefahr, von der digitalen Entwicklung abgehängt zu werden – still, unbemerkt, aber nachhaltig. Wer heute nicht versteht, wie Computer, Internet und Künstliche Intelligenz (KI) funktionieren, verliert zunehmend die Kontrolle über seinen Alltag, seine Kommunikation – und womöglich auch seine Zukunft.

Die Illusion vom „einfach Drauflosklicken“

Viele Nutzerinnen und Nutzer glauben, sie seien „drin“, nur weil sie ein Smartphone besitzen oder bei Facebook angemeldet sind. Doch digitale Kompetenz geht weit über das Tippen von Emojis oder das Posten von Urlaubsbildern hinaus. Wer nicht weiß, wie Daten entstehen, wohin sie fließen oder was mit ihnen geschieht, ist im Netz nicht aktiv – sondern nur Objekt. Man surft nicht, man wird gesurft.

Der digitale Analphabetismus ist das neue Analoge: Menschen, die keine E-Mails schreiben, keine sicheren Passwörter erstellen oder zwischen Werbung und Information nicht unterscheiden können, sind im 21. Jahrhundert in einer Form benachteiligt, die kaum sichtbar, aber tiefgreifend ist.

Wissen ist Macht – und digitale Bildung ist Selbstschutz

Der Zugang zu digitalem Wissen ist heute nicht mehr nur eine Frage der Bequemlichkeit, sondern der gesellschaftlichen Teilhabe. Wer sich nicht auskennt, kann weder am Online-Banking teilnehmen noch sich online bewerben oder mit Enkelkindern per Videotelefonie sprechen. Mehr noch: Ohne Grundkenntnisse in Datenschutz, digitalen Geschäftsmodellen oder künstlicher Intelligenz wird man zum gläsernen Bürger – mit allen Risiken, die das mit sich bringt.

Doch es geht nicht nur um Technik. Es geht um Autonomie, Würde und Selbstbestimmung. Ein Mensch, der weiß, was ein Algorithmus ist, kann sich besser gegen Manipulationen wehren. Jemand, der die Funktionsweise von KI versteht, wird nicht so leicht durch automatische Texte, Deepfakes oder Chatbots in die Irre geführt. Digitale Bildung ist also keine Option – sie ist eine Grundbedingung mündiger Existenz.

Der Mut zum Neuanfang – in jedem Alter

Das Schöne an digitaler Bildung ist: Man kann jederzeit damit beginnen. Es braucht keine formale Vorbildung, keine technische Vorerfahrung, nur eines: die Bereitschaft, Fragen zu stellen. Der Kurs „Computer, Internet und KI – Grundkurs für Einsteiger“ richtet sich an Menschen, die sich nicht mehr abspeisen lassen wollen mit „Das macht der Enkel“ oder „Das musst du nicht wissen“. Es geht darum, sich wieder selbstbewusst in der Welt zu bewegen – auch wenn sie digital ist.

Der beste Zeitpunkt, damit zu beginnen? Jetzt.


Fazit

Computer, Internet und KI sind keine abstrakten Themen für Nerds oder Experten. Sie betreffen unseren Alltag, unsere Entscheidungen, unser Zusammenleben. Wer sie versteht, gewinnt Handlungsspielraum. Wer sie ignoriert, riskiert Abhängigkeit. Digitale Bildung ist die neue Alphabetisierung – und jeder Schritt in diese Richtung ist ein Schritt zu mehr Freiheit.

Leitfaden

Schritt für Schritt in die digitale Welt

1. Der Einstieg: Was Sie mitbringen sollten

  • Offenheit für Neues – niemand muss perfekt sein
  • Keine Angst vor Fehlern – die machen alle
  • Neugier auf digitale Werkzeuge, Kommunikation und Möglichkeiten
  • Gerne ein eigenes Gerät (Laptop/Tablet), wenn vorhanden

2. Ziel des Kurses

  • Verständnis für grundlegende Begriffe und Zusammenhänge in der digitalen Welt
  • Praktische Anwendung typischer Aufgaben: E-Mail, Internet, Texte schreiben, KI nutzen
  • Sicherheit im Umgang mit Passwörtern, Daten und Online-Diensten
  • Selbständigkeit beim Erlernen neuer Programme und Dienste

3. Das lernen Sie konkret

ModulInhalte
Computer-GrundlagenAufbau, Bedienung, wichtige Komponenten
Internet verstehenBrowser, Suchmaschinen, sichere Webseiten
Digitale KommunikationE-Mail, Messenger, Videoanrufe
KI kennenlernenChatbots, Bilderzeugung, ethische Fragen
Praktische ÜbungenOrdner erstellen, Dokumente verwalten, KI testen

4. Empfehlungen für den Lernerfolg

  • Fragen stellen: Es gibt keine dummen Fragen – nur gute!
  • Notizen machen: Die wichtigsten Klicks aufschreiben
  • Wiederholen: Am besten gleich zuhause nochmal üben
  • Dranbleiben: Technik ist ein Muskel – er wächst mit Training
  • Austauschen: Gemeinsam lernt es sich leichter und macht mehr Spaß

5. Sicherheit geht vor

  • Niemals Passwörter weitergeben
  • Vorsicht bei E-Mails mit unbekannten Absendern
  • Regelmäßig Updates installieren
  • Immer ein sicheres Passwort verwenden (mind. 12 Zeichen)
  • Bei Unsicherheit: lieber einmal mehr nachfragen

6. Ihre persönliche Lernreise

Notieren Sie hier Ihre Fortschritte, Fragen oder Themen, die Sie besonders interessieren:

  • Ich habe gelernt: __________________________
  • Ich möchte noch wissen: _____________________
  • Das hat mir besonders gefallen: ______________
  • Meine nächste Übung zu Hause: _______________

Abschlusstipp

„Digitale Kompetenz ist wie Fahrradfahren – man fällt, man steht auf, und irgendwann fährt man einfach los.“

Hausaufgaben

1: E-Mail schreiben mit Dateianhang

Aufgabe:
Senden Sie eine E-Mail an eine Person Ihres Vertrauens (z. B. Familienmitglied oder Freund), in der Sie beschreiben, was Sie im Kurs gelernt haben. Fügen Sie eine Datei als Anhang hinzu (z. B. ein Textdokument oder ein Bild aus Ihrem Computer).

Ziel:
Festigung des Umgangs mit E-Mail-Programmen, Dateianhängen und digitaler Kommunikation.


Hausaufgabe 2: Sicheres Passwort erstellen und notieren

Aufgabe:
Erstellen Sie ein neues, sicheres Passwort für einen Ihrer Online-Dienste (z. B. E-Mail, Amazon, Dropbox). Das Passwort sollte mindestens 12 Zeichen enthalten, darunter Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und ein Sonderzeichen.

Ziel:
Sensibilisierung für Passwortsicherheit.
Tipp: Erstellen Sie eine eigene „Passwortregel“, z. B. basierend auf einem Merksatz.


Hausaufgabe 3: Drei nützliche Webseiten entdecken

Aufgabe:
Recherchieren Sie drei Internetseiten, die Sie persönlich nützlich finden (z. B. Online-Nachrichten, Mediatheken, Behördenportale, Gesundheit, Lernen).
Notieren Sie jeweils:

  • Webadresse
  • Zweck
  • Was Ihnen besonders gut gefällt

Ziel:
Eigenständige Recherche, kritisches Bewerten von Online-Inhalten.


Hausaufgabe 4: Kurze ChatGPT-Sitzung führen

Aufgabe:
Besuchen Sie www.chat.openai.com (oder Bing Chat) und stellen Sie der KI folgende Frage:
„Was ist der Unterschied zwischen Internet und WLAN?“
Speichern Sie die Antwort oder notieren Sie sich das Wichtigste.

Ziel:
Selbstständiges Erforschen von KI-Dialogsystemen, erste inhaltliche Reflexion.


Hausaufgabe 5: Digitales Ordnungsprojekt

Aufgabe:
Erstellen Sie auf Ihrem Computer oder Laptop einen neuen Ordner mit dem Namen „Mein Digitalprojekt“. Speichern Sie dort:

  • Ein selbst geschriebenes Textdokument
  • Ein heruntergeladenes Bild aus dem Internet
  • Eine kopierte ChatGPT-Antwort

Ziel:
Sicherer Umgang mit dem Datei-Explorer, Ordnerstruktur und Dateitypen.


Diese Hausaufgaben können selbstständig oder mit Unterstützung durchgeführt werden. Sie motivieren zur Anwendung des Gelernten im Alltag und bereiten auf fortgeschrittene Inhalte vor.

Checkliste

Bin ich fit für die digitale Welt?

1. Computer und Betriebssystem

☐ Ich weiß, wie ich meinen Computer ein- und ausschalte
☐ Ich kenne die wichtigsten Teile eines Computers (Maus, Tastatur, Bildschirm usw.)
☐ Ich kann zwischen Desktop, Laptop und Tablet unterscheiden
☐ Ich verstehe die grundlegenden Unterschiede zwischen Windows, macOS und Linux
☐ Ich weiß, wie man ein Programm startet und beendet


2. Dateien und Ordner

☐ Ich kann einen neuen Ordner erstellen und benennen
☐ Ich weiß, wie man eine Datei speichert und wieder öffnet
☐ Ich kann Dateien verschieben, kopieren und umbenennen
☐ Ich kann einen USB-Stick verwenden und sicher auswerfen
☐ Ich habe meine eigenen Dateien übersichtlich geordnet


3. Internet und Sicherheit

☐ Ich kann einen Browser öffnen und eine Webseite aufrufen
☐ Ich weiß, was eine Suchmaschine ist und wie man sie benutzt
☐ Ich kann eine E-Mail schreiben, empfangen und beantworten
☐ Ich kenne die Grundlagen der Internetsicherheit (z. B. sichere Passwörter)
☐ Ich erkenne verdächtige E-Mails (z. B. Phishing-Versuche)


4. Kommunikation im Netz

☐ Ich kenne den Unterschied zwischen E-Mail, Messenger und Videotelefonie
☐ Ich kann an einem Online-Meeting (z. B. Zoom) teilnehmen
☐ Ich weiß, was bei digitalen Gesprächen höflich und üblich ist
☐ Ich kann ein Bild oder ein Dokument online teilen
☐ Ich achte beim Kommunizieren auf Datenschutz und Privatsphäre


5. Künstliche Intelligenz (KI)

☐ Ich weiß, was KI ist und wofür sie eingesetzt wird
☐ Ich habe ein KI-Tool (z. B. ChatGPT oder Bing Create) ausprobiert
☐ Ich verstehe, dass KI Informationen nicht „weiß“, sondern errechnet
☐ Ich kann zwischen menschlicher und maschineller Kommunikation unterscheiden
☐ Ich sehe Chancen und Risiken der KI kritisch


6. Persönliche Notizen

✎ Das habe ich besonders gut verstanden: ______________________________
✎ Das möchte ich noch einmal üben: _________________________________
✎ Dazu habe ich noch Fragen: ______________________________________


Diese Checkliste kann am Ende des Kurses ausgefüllt oder als Gesprächsgrundlage verwendet werden – auch ideal für Selbsteinschätzung und Feedback.

Kontrolle

Aufgabenblatt

1. Wofür steht die Abkürzung „PC“?
A) Personal Cloud
B) Portable Computer
C) Private Connection
D) Personal Computer

2. Was ist ein Browser?
A) Ein Textprogramm
B) Eine App für E-Mails
C) Ein Programm zum Anzeigen von Webseiten
D) Ein Virenschutz

3. Welches dieser Passwörter gilt als sicher?
A) 123456
B) Hallo
C) R3gen@wald_2025
D) Passwort

4. Was speichert ein Cookie im Browser?
A) Viren
B) Kontostand
C) Nutzereinstellungen
D) Fotos

5. Welches dieser Geräte ist ein Eingabegerät?
A) Monitor
B) Lautsprecher
C) Tastatur
D) Drucker

6. Was ist eine E-Mail?
A) Ein Telefonat
B) Eine elektronische Nachricht
C) Ein Dokument
D) Eine Datei

7. Wozu dient ein USB-Stick?
A) Zur Stromversorgung
B) Zum Drucken
C) Zum Speichern von Daten
D) Zum Surfen im Internet

8. Welches dieser Begriffe gehört zur künstlichen Intelligenz?
A) Tabellenkalkulation
B) Browser-Verlauf
C) ChatGPT
D) Bildschirmhintergrund

9. Was bedeutet „Download“?
A) Hochladen ins Internet
B) Daten löschen
C) Daten herunterladen
D) Einen Film anschauen

10. Was ist eine IP-Adresse?
A) Der Name eines Laptops
B) Eine Speichergröße
C) Die digitale Adresse eines Geräts im Internet
D) Ein Programm zur Datensicherung

11. Was bedeutet „Datei speichern unter“?
A) Datei löschen
B) Datei umbenennen
C) Datei sichern mit neuem Namen oder Ort
D) Datei öffnen

12. Welcher Dienst ist ein Cloud-Speicher?
A) WhatsApp
B) Google Drive
C) Paint
D) Mozilla Firefox

13. Was ist ein typisches Merkmal von KI?
A) Es arbeitet nur offline
B) Es kann lernen aus Beispielen
C) Es braucht keinen Strom
D) Es arbeitet ausschließlich auf Papier

14. Wozu dient ein Virenschutzprogramm?
A) Zum Bearbeiten von Bildern
B) Zum Schutz vor Schadsoftware
C) Zum Starten des Computers
D) Zum Drucken von Dokumenten

15. Was bedeutet „online“?
A) Gerät ist ausgeschaltet
B) Gerät ist mit dem Internet verbunden
C) Es wird gedruckt
D) Gerät ist gesperrt

16. Was macht man mit einer Suchmaschine?
A) Texte formatieren
B) Videos bearbeiten
C) Webseiten erstellen
D) Informationen im Internet finden

17. Was ist ein „Attachment“?
A) Eine Maus
B) Ein Anhang in einer E-Mail
C) Ein Chatprogramm
D) Eine Druckoption

18. Welcher dieser Begriffe beschreibt eine Betrugsmasche im Internet?
A) Streaming
B) Phishing
C) Scanning
D) Flashing

19. Was bedeutet „WLAN“?
A) Wireless Local Area Network
B) Webline Access Node
C) Worldwide Laptop Access
D) Wide Language App Network

20. Welche Datei-Endung gehört zu einem Bild?
A) .jpg
B) .docx
C) .pdf
D) .pptx


Musterlösung (Lösungsblatt)

1: D 2: C 3: C 4: C 5: C 6: B 7: C 8: C 9: C 10: C
11: C 12: B 13: B 14: B 15: B 16: D 17: B 18: B 19: A 20: A

Fallstudie

„Frau Hoffmann entdeckt die digitale Welt“

Hintergrund

Frau Erika Hoffmann ist 63 Jahre alt, lebt allein in einer Kleinstadt und hat bisher nur sehr wenig Erfahrung mit Computern. Nach ihrer Pensionierung als Erzieherin beschloss sie, sich endlich mit dem Thema „Digitalisierung“ zu befassen – vor allem, um mit ihren Enkeln besser in Kontakt zu bleiben und ihre eigenen Bankgeschäfte online erledigen zu können.

Sie meldet sich zum Kurs „Computer, Internet und KI – Grundkurs für Einsteiger“ an, bringt ihren eigenen älteren Laptop mit und hat zunächst viele Zweifel: „Ich kann das eh nicht“, sagt sie gleich am ersten Tag.


Der Verlauf

Während der ersten Wochen lernt Frau Hoffmann:

  • ihren Laptop sicher zu starten und Programme zu öffnen,
  • eine E-Mail-Adresse zu erstellen und Nachrichten zu versenden,
  • im Internet nach Fahrplänen, Kochrezepten und Nachrichten zu suchen,
  • wie Onlinebanking grundsätzlich funktioniert (sie nutzt es später mit ihrer Tochter gemeinsam),
  • was eine künstliche Intelligenz wie ChatGPT ist – und dass man sie sogar nach einem Witz fragen kann.

Sie beginnt, sich nach dem Kurs regelmäßig online weiterzubilden – etwa mit Lernvideos auf YouTube – und erstellt am Ende des Kurses eine kleine Präsentation:
„Meine digitale Reise – in 5 Klicks um die Welt“


Fragestellungen zur Diskussion oder Bearbeitung

Einzelarbeit oder Gruppenarbeit (schriftlich oder mündlich):

  1. Was waren die wichtigsten technischen Hürden für Frau Hoffmann – und wie wurden sie im Kurs überwunden?
  2. Welche Rolle spielt Selbstvertrauen beim digitalen Lernen?
  3. Wie können KI-Tools wie ChatGPT älteren Menschen helfen – und wo liegen mögliche Risiken?
  4. Was könnten typische Ängste von Teilnehmer*innen wie Frau Hoffmann sein – und wie sollte man im Kurs damit umgehen?
  5. Was lässt sich aus dieser Fallstudie für die Planung weiterer Kurse ableiten?
  6. Welche technischen oder didaktischen Hilfsmittel wären zusätzlich hilfreich gewesen?

Fazit der Fallstudie

Frau Hoffmann steht exemplarisch für viele Menschen, die das digitale Zeitalter nicht mehr ignorieren möchten – aber oft nicht wissen, wie sie anfangen sollen. Die Fallstudie zeigt: Digitale Bildung ist mehr als Technik – sie ist ein Türöffner zur Selbstbestimmung, zur Teilhabe und zur Lebensfreude.

„Herr Yildiz und der digitale Bewerbungsmarathon“

Hintergrund

Herr Mehmet Yildiz ist 32 Jahre alt, gelernter Metallbauer, zurzeit arbeitssuchend und lebt mit seiner Familie in einem Mehrgenerationenhaushalt. Er besucht den Kurs „Computer, Internet und KI – Grundkurs für Einsteiger“, um sich besser digital bewerben zu können. Er besitzt zwar ein Smartphone, doch die Nutzung beschränkt sich bisher auf WhatsApp, YouTube und Google Maps. Einen Computer hat er kaum angefasst.


Der Verlauf

Während des Kurses lernt Herr Yildiz:

  • Texte mit Word zu schreiben und zu formatieren,
  • ein Bewerbungsanschreiben mit Hilfe von ChatGPT zu erstellen,
  • PDFs zu speichern und zu verschicken,
  • Online-Jobportale zu durchsuchen und sich digital zu bewerben,
  • KI-gestützte Tools zu nutzen, um Lebensläufe automatisch zu erstellen.

Er ist besonders begeistert von der Möglichkeit, seine eigenen Formulierungen mit der KI zu verfeinern und beginnt, sich selbstständig mit ChatGPT „Gesprächsübungen“ für Vorstellungsgespräche auszudenken.


Fragestellungen zur Diskussion oder Bearbeitung

Einzelarbeit oder Gruppenarbeit:

  1. Welche digitalen Kompetenzen waren für Herrn Yildiz entscheidend?
  2. Wie kann KI im Bewerbungsprozess unterstützen – und wo sollte man vorsichtig sein?
  3. Welche technischen und sprachlichen Hürden mussten überwunden werden?
  4. Welche Rolle spielt lebenslanges Lernen für Menschen wie Herrn Yildiz?
  5. Wie kann ein Einsteigerkurs gezielt berufliche Perspektiven fördern?
  6. Wie kann man das Gelernte nachhaltig im Alltag integrieren?

Fazit der Fallstudie

Herr Yildiz zeigt, dass digitale Grundbildung nicht nur der Selbstverwirklichung dient, sondern konkret neue Türen im Berufsleben öffnet. Besonders die Verbindung von Textverarbeitung und KI-Anwendung machte ihn schnell handlungsfähig – und motivierte ihn zur aktiven Arbeitssuche.

„Digital lernen – analog lachen: Die Gruppe ‚Netzwerker 60+’“

Hintergrund

Im Rahmen eines Seminars an einer Volkshochschule trifft sich eine Gruppe von 12 Teilnehmenden über 60 Jahre unter dem Titel „Netzwerker 60+“. Sie kommen aus unterschiedlichsten Berufen: Rentnerin, ehemaliger Lehrer, Hobbygärtnerin, Krankenschwester im Ruhestand, ein älteres Ehepaar – alle eint ein Ziel: endlich souverän mit digitalen Medien umgehen können.

Die Gruppe wird von einem Dozenten geleitet, der humorvoll und praxisnah arbeitet – mit vielen Übungen, Wiederholungen und einer großen Portion Geduld.


Der Verlauf

Im Verlauf des Kurses entwickeln sich neben technischen Fähigkeiten auch soziale Dynamiken:

  • Die Teilnehmenden helfen sich gegenseitig – wer etwas schneller versteht, erklärt es den anderen.
  • Es bildet sich eine eigene WhatsApp-Gruppe, die anfangs scheitert, später aber begeistert genutzt wird.
  • Die Gruppe erstellt gemeinsam eine digitale „Kurszeitung“ mit KI-generierten Texten, eigenen Fotos und Layout aus Word.
  • In der letzten Stunde führen sie ein Live-Gespräch mit ChatGPT und stellen der KI gemeinsam lustige und ernste Fragen.

Besonderheiten

  • Humor als Lernverstärker: „Fehler machen ausdrücklich erlaubt“ wird zum Leitspruch.
  • Die Gruppe trifft sich nach dem Kurs weiterhin einmal monatlich im Café – mit Laptop und Fragen.
  • Die Teilnehmenden berichten von gesteigertem Selbstbewusstsein, neue Kommunikationsfreude – und dass sie nun nicht mehr „fragen müssen, sondern selber zeigen können“.

Fragestellungen zur Diskussion oder Bearbeitung

  1. Welche Rolle spielt die Gruppendynamik beim Lernen mit digitalen Medien?
  2. Wie kann generationsübergreifendes Lernen (z. B. Enkel helfen Großeltern) sinnvoll ergänzt werden?
  3. Welche Methoden haben das Selbstvertrauen der Teilnehmenden gestärkt?
  4. Wie lassen sich Humor und gemeinsames Erleben in digitale Lernprozesse integrieren?
  5. Was lässt sich aus dieser Fallstudie für die Kursgestaltung an VHS oder Seniorenakademien ableiten?
  6. Wie kann man Lerngruppen langfristig begleiten – auch nach Kursende?

Fazit der Fallstudie

Die Gruppe „Netzwerker 60+“ zeigt, dass digitale Kompetenz nicht nur mit Technik, sondern auch mit Zugehörigkeit, Neugier und Lebensfreude zu tun hat. Wenn Lernen zur Gemeinschaftsaufgabe wird, entsteht nicht nur Wissen – sondern auch eine neue Form digitaler Souveränität.