Inhalt:
Das Kompetenzmodell DigComp 2.1 umfasst fünf Kompetenzbereiche, die sich in insgesamt 21 Einzelkompetenzen aufteilen, sowie 4 Kompetenzniveaus.

1. Informations- und Datenkompetenz
- Surfen, suchen und filtern
- Auswerten, verstehen, reflektieren
- Organisieren, verwalten, abrufen
2. Kommunikation und Zusammenarbeit
- Interagieren
- Teilen
- Sich beteiligen/engagieren
- Zusammenarbeiten
- Digitale Umgangsformen
- Digitale Identität verwalten
3. Erstellen digitaler Inhalte
- Digitale Inhalte erstellen und entwickeln
- Digitale Inhalte integrieren und neu gestalten
- Digitales Urheberrecht und Lizenzen kennen, verstehen und anwenden
- Programmieren
4. Sicherheit
- Digitale Geräte sichern und schützen
- Digitale, persönliche Daten schützen
- Gesundheit und Wohlbefinden im Digitalen
- Umwelt schützen
5. Probleme lösen
- Lösung technischer Probleme
- Identifizieren von Bedürfnissen und technischen Rückmeldungen
- Digitale Technologien kreativ nutzen
- Digitale Kompetenzlücken identifizieren
Kompetenzniveaus
Das Ergebnis des digitalen Kompetenztests zeigt Ihnen, in welchen Bereichen Ihre Stärken liegen und wo Sie sich noch weiterentwickeln können. Hier erklären wir Ihnen die Unterschiede der vier Kompetenzniveaus Einsteiger, Anwender, Fortgeschrittene und Experten.
Einsteiger
Ich kann in der digitalen Welt mit einfachen Mitteln und Unterstützung arbeiten.
Anwender
Ich kann in der digitalen Welt bei klar strukturierten Aufgaben und Problemen selbstständig arbeiten.
Fortgeschritten
Ich kann in der digitalen Welt selbständig arbeiten, andere anleiten und auch komplexe Probleme lösen
Expert
Ich kann in der digitalen Welt Lösungen für hochkomplexe, neuartige Aufgaben und Probleme entwickeln.
DigComp 2.1
Der digitale Kompetenzrahmen für Bürgerinnen und Bürger mit acht Kompetenzstufen und Anwendungsbeispielen
DigComp 2.1 ist eine Weiterentwicklung des Digital Competence Framework for Citizens. Basierend auf dem in DigComp 2.0 veröffentlichten konzeptionellen Referenzmodell umfasst der DigComp 2.1 acht Kompetenzniveaus und Anwendungsbeispiele aus dem Lern- und Beschäftigungsbereich.
Das Dokument wird von Publications Office of the European Union bereitgestellt und ist nur in Englisch verfügbar.
Seminarkonzept

Titel
Das Kompetenzmodell DigiComp 2.1
Untertitel
Digitale Kompetenzen verstehen, anwenden und gezielt weiterentwickeln
Einleitung
Digitale Kompetenz ist längst mehr als Technik – sie ist die Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts.
Inhalte
- Einführung in den Europäischen Referenzrahmen für digitale Kompetenzen
- Struktur und Dimensionen von DigiComp 2.1
- Praktische Anwendungsbeispiele in Bildung, Beruf und Gesellschaft
- Methoden zur Kompetenzmessung und -entwicklung
- Diskussion aktueller Trends und zukünftiger Erweiterungen
Zielgruppe
Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer, die ein tiefes Verständnis für digitale Kompetenzen gewinnen möchten.
Lernziel
Die Teilnehmenden können das Kompetenzmodell DigiComp 2.1 sicher einordnen, kritisch reflektieren und praxisnah anwenden.
Vorkenntnisse
Grundlegende IT-Kenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Gliederung
1. Einführung
1.1 Digitale Transformation und ihre Bedeutung
1.2 Warum digitale Kompetenzen entscheidend sind
1.3 Überblick: Europäischer Referenzrahmen für digitale Kompetenzen
2. Das Kompetenzmodell DigiComp 2.1
2.1 Entstehungsgeschichte und Zielsetzung
2.2 Aufbau und Dimensionen des Modells
2.3 Die fünf Kompetenzbereiche im Überblick
3. Praktische Anwendung von DigiComp 2.1
3.1 Bildung: Digitale Kompetenzen im Unterricht und Studium
3.2 Beruf: Anforderungen an Arbeitnehmer und Arbeitgeber
3.3 Gesellschaft: Digitale Teilhabe und digitale Souveränität
4. Methoden zur Kompetenzmessung und -entwicklung
4.1 Selbsttests und Assessment-Tools
4.2 Lernpfade und Weiterbildungsstrategien
4.3 Best Practices aus Forschung und Praxis
5. Herausforderungen und Ausblick
5.1 Grenzen des DigiComp 2.1 Modells
5.2 Künftige Erweiterungen (z. B. DigiComp 2.2 und 3.0)
5.3 Digitale Kompetenzen als lebenslange Lernaufgabe
Materialien
Präsentation: PowerPoint, PDF
Interview
„Digitale Kompetenzen sind kein Luxus, sondern Überlebensstrategie“
Journalist: Herr Braun, Sie beschäftigen sich seit vielen Jahren mit IT und digitalen Kompetenzen. Warum ist das Thema DigiComp 2.1 heute so wichtig?
Herr Braun: Weil digitale Kompetenz längst zur Grundvoraussetzung geworden ist – vergleichbar mit Lesen und Schreiben. Wer heute nicht versteht, wie digitale Werkzeuge funktionieren, läuft Gefahr, ausgeschlossen zu werden – im Beruf wie auch im Privatleben. DigiComp 2.1 gibt uns einen klaren Referenzrahmen, um diese Fähigkeiten messbar und vergleichbar zu machen.
Journalist: Können Sie uns kurz erklären, was DigiComp 2.1 genau ist?
Herr Braun: Gerne. DigiComp 2.1 ist ein europäisches Kompetenzmodell, das beschreibt, welche Fähigkeiten man braucht, um in einer digitalen Welt souverän handeln zu können. Es umfasst fünf große Bereiche: Informations- und Datenkompetenz, Kommunikation und Zusammenarbeit, Erstellung digitaler Inhalte, Sicherheit sowie Problemlösung. Jeder Bereich ist wiederum in Unterkompetenzen gegliedert – insgesamt 21.
Journalist: Klingt sehr umfassend. Aber ist das nicht etwas abstrakt? Wie profitieren die Menschen konkret davon?
Herr Braun: Ein sehr guter Punkt. Das Modell ist bewusst praxisnah aufgebaut. Nehmen wir zum Beispiel den Bereich Problemlösung: Da geht es nicht nur darum, technische Schwierigkeiten zu beheben, sondern auch darum, digitale Technologien kreativ einzusetzen – etwa wie man eine neue App in den Arbeitsalltag integriert. Oder beim Thema Sicherheit: Das reicht von Passwortmanagement bis hin zur kritischen Reflexion, welche Daten man preisgibt.
Journalist: Viele Menschen denken, digitale Kompetenz sei gleichbedeutend mit „Ich kann mit Word und Excel umgehen“. Was sagen Sie dazu?
Herr Braun: Das ist ein klassisches Missverständnis. Digitale Kompetenz ist viel mehr als Software-Bedienung. Sie umfasst auch kritisches Denken, Reflexion, Kommunikation und das Verständnis, wie digitale Technologien unsere Gesellschaft verändern. Wer nur Office bedienen kann, hat gerade mal die Grundausstattung – DigiComp 2.1 hilft dabei, das ganze Spektrum sichtbar zu machen.
Journalist: Wenn Sie an Ihre Seminarteilnehmer denken: Welche typischen Aha-Momente erleben die?
Herr Braun: Oh, da gibt es einige! Ein Aha-Moment ist zum Beispiel, wenn Teilnehmer merken, dass digitale Sicherheit nicht nur ein IT-Thema ist, sondern unmittelbar ihren Alltag betrifft – von Online-Banking über soziale Medien bis hin zur Smartwatch. Ein anderer Moment ist, wenn sie entdecken, dass Zusammenarbeit in digitalen Umgebungen neue soziale Regeln braucht: Höflichkeit im Chat, klare Rollen in Videokonferenzen, Struktur in kollaborativen Dokumenten.
Journalist: Welche Rolle spielt denn Kreativität in diesem Kompetenzmodell?
Herr Braun: Eine sehr große. Viele denken bei digitalen Kompetenzen nur an Technik und Regeln. Aber eigentlich geht es auch darum, mit digitalen Werkzeugen kreativ zu arbeiten – sei es beim Gestalten einer Präsentation, beim Programmieren eines kleinen Spiels oder beim Entwickeln neuer Ideen für digitale Geschäftsmodelle. Kreativität ist der Motor, der das Digitale spannend macht.
Journalist: Und was würden Sie jemandem raten, der sich unsicher fühlt und sagt: „Ich bin zu alt für diesen digitalen Kram“?
Herr Braun: Ich würde sagen: Das ist ein Irrtum. Digitale Kompetenz hat nichts mit Alter zu tun, sondern mit Haltung. Neugier ist wichtiger als technisches Vorwissen. Ich habe schon 70-Jährige erlebt, die sich begeistert in DigiComp-Workshops gestürzt haben und am Ende fitter waren als mancher 20-Jährige.
Journalist: Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für die Zukunft?
Herr Braun: Zwei Dinge. Erstens: die Geschwindigkeit. Technologien entwickeln sich rasant, und unsere Lernprozesse müssen Schritt halten. Zweitens: die Balance zwischen Chancen und Risiken. Künstliche Intelligenz zum Beispiel eröffnet unglaubliche Möglichkeiten, bringt aber auch ethische und gesellschaftliche Fragen mit sich. DigiComp 2.1 ist da wie ein Kompass: Es hilft uns, Orientierung zu behalten.
Journalist: Zum Abschluss: Was ist Ihre wichtigste Botschaft an die Teilnehmer Ihrer Seminare?
Herr Braun: Digitale Kompetenzen sind kein Luxus, sondern Überlebensstrategie. Wer sie beherrscht, ist nicht nur im Beruf erfolgreicher, sondern kann auch selbstbewusster und souveräner am digitalen Leben teilnehmen. Mein Appell lautet: Seien Sie mutig, probieren Sie Dinge aus, machen Sie Fehler – und lernen Sie daraus.
Essay
Digitale Kompetenzen als Kulturtechnik – eine Reflexion über das Modell DigiComp 2.1
Wenn wir im 21. Jahrhundert von Kompetenzen sprechen, die für ein erfülltes Leben notwendig sind, so fallen uns sofort die klassischen Kulturtechniken ein: Lesen, Schreiben, Rechnen. Doch in einer Welt, die zunehmend von Algorithmen, Netzwerken und künstlicher Intelligenz durchdrungen ist, reicht das längst nicht mehr aus. Digitale Kompetenz hat sich zu einer vierten Grundfertigkeit entwickelt, und das Kompetenzmodell DigiComp 2.1 versucht, diese Fertigkeit in Worte und Strukturen zu fassen.
Digitale Kompetenz als soziales Kapital
Das Modell macht deutlich, dass digitale Kompetenz kein eindimensionales Klicken und Wischen ist, sondern ein Bündel an Fähigkeiten. Wer heute souverän Informationen im Netz sucht, kritisch bewertet und in Kontext setzt, verfügt über eine Form von „digitalem Kapital“, das genauso wertvoll ist wie ökonomisches oder kulturelles Kapital. In diesem Sinne ist DigiComp 2.1 mehr als ein Handbuch – es ist eine Landkarte durch die digitale Gesellschaft.
Der Wert des Modells für Bildung und Beruf
Gerade im Bildungsbereich zeigt sich die Stärke von DigiComp 2.1. Lehrerinnen und Dozenten erhalten damit ein Werkzeug, um Lernprozesse systematisch zu gestalten. Studierende wiederum können ihre eigenen Fähigkeiten einordnen und gezielt ausbauen. Im Berufsleben dient das Modell als Kompass für Personalentwicklung: Es zeigt Arbeitgebern, welche digitalen Skills Mitarbeiter benötigen, um innovativ und konkurrenzfähig zu bleiben.
Zwischen Normierung und Kreativität
Kritisch betrachtet könnte man einwenden, dass DigiComp 2.1 Gefahr läuft, digitale Kompetenz zu standardisieren. Doch genau darin liegt auch seine Stärke: Es gibt eine gemeinsame Sprache für ein Phänomen, das oft diffus erscheint. Die Herausforderung besteht darin, diese Normierung nicht als starres Korsett zu verstehen, sondern als Basis für individuelle Kreativität. Denn digitale Kompetenz ist nicht nur Technikbeherrschung, sondern auch die Fähigkeit, Neues auszuprobieren, Fehler zu machen und eigene Wege im digitalen Raum zu gehen.
Chancen und Gefahren der Digitalisierung
Das Modell lenkt zudem den Blick auf die gesellschaftliche Dimension: digitale Teilhabe, digitale Souveränität, Schutz der Privatsphäre. Wer DigiComp 2.1 ernst nimmt, versteht, dass es bei digitaler Kompetenz nicht nur um beruflichen Erfolg geht, sondern auch um demokratische Teilhabe. Nur wer die Regeln und Werkzeuge der digitalen Welt versteht, kann sie aktiv mitgestalten – statt passiv konsumiert zu werden.
Fazit: Digitale Kompetenz als Lebensaufgabe
Das Kompetenzmodell DigiComp 2.1 zeigt eindrucksvoll: Digitale Kompetenz ist kein Projekt mit Anfang und Ende, sondern ein lebenslanger Lernprozess. So wie Lesen und Schreiben ständig trainiert werden müssen, so muss auch der digitale Umgang immer wieder neu erlernt werden – gerade weil Technologien sich in atemberaubendem Tempo verändern. DigiComp 2.1 ist somit weniger ein fertiger Bauplan als vielmehr ein offenes Geländer, das uns Orientierung gibt, während wir über die noch unvollendete Brücke in die digitale Zukunft gehen.
Glossar
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Algorithmus | Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Lösung eines Problems oder zur Ausführung eines Programms. |
| API (Application Programming Interface) | Schnittstelle, über die Softwareprogramme miteinander kommunizieren können. |
| App | Anwendungsprogramm für mobile Geräte oder Computer. |
| Big Data | Verarbeitung und Analyse extrem großer Datenmengen. |
| Blockchain | Fälschungssichere Datenstruktur, die Informationen in Blöcken verkettet speichert. |
| Cloud Computing | Nutzung von IT-Diensten (z. B. Speicher, Rechenleistung) über das Internet. |
| CMS (Content Management System) | Software zur Verwaltung und Veröffentlichung digitaler Inhalte. |
| Cybersecurity | Schutz von Computersystemen vor Angriffen und Bedrohungen. |
| Datenkompetenz | Fähigkeit, Daten zu suchen, zu bewerten und sinnvoll zu nutzen. |
| Datenschutz | Schutz persönlicher Daten vor Missbrauch. |
| Digitale Zusammenarbeit | Gemeinsames Arbeiten mit digitalen Tools und Plattformen. |
| Digitale Ethik | Kritische Reflexion moralischer Fragen im digitalen Raum. |
| Digitale Identität | Online-Darstellung und digitale Spur einer Person. |
| Digitale Souveränität | Fähigkeit, selbstbestimmt und kompetent digitale Technologien zu nutzen. |
| Digitale Transformation | Veränderung von Wirtschaft und Gesellschaft durch digitale Technologien. |
| Digitalisierung | Prozess der Umwandlung analoger Informationen in digitale Formate. |
| E-Government | Digitale Dienstleistungen von Behörden für Bürger und Unternehmen. |
| E-Learning | Lernen mit digitalen Medien und Plattformen. |
| Fake News | Falschmeldungen, die bewusst im Internet verbreitet werden. |
| Firewall | Sicherheitssystem, das Netzwerke vor unerwünschtem Zugriff schützt. |
| Gamification | Einsatz spielerischer Elemente in nicht-spielerischen Kontexten. |
| Hacker | Person, die Computersysteme manipuliert – sowohl legal als auch illegal. |
| HTML (Hypertext Markup Language) | Standard-Auszeichnungssprache für Webseiten. |
| Informationskompetenz | Fähigkeit, Informationen zu finden, zu bewerten und anzuwenden. |
| Interoperabilität | Fähigkeit verschiedener Systeme, reibungslos zusammenzuarbeiten. |
| IoT (Internet of Things) | Vernetzung von Alltagsgegenständen über das Internet. |
| KI (Künstliche Intelligenz) | Maschinen, die menschenähnliche Lern- und Entscheidungsprozesse durchführen. |
| Kollaborationstools | Digitale Werkzeuge zur gemeinsamen Arbeit, z. B. MS Teams, Slack. |
| Kompetenzrahmen | Struktur, die Fähigkeiten und Fertigkeiten systematisch beschreibt. |
| Kryptografie | Wissenschaft zur Verschlüsselung und Sicherung von Daten. |
| Lernpfad | Strukturierter Plan zum Erwerb bestimmter Kenntnisse oder Kompetenzen. |
| Machine Learning | Teilbereich der KI, bei dem Systeme selbstständig aus Daten lernen. |
| Medienkompetenz | Fähigkeit, Medien kritisch und produktiv zu nutzen. |
| Netzneutralität | Prinzip, dass alle Daten im Internet gleich behandelt werden. |
| Open Source | Software, deren Quellcode frei verfügbar ist. |
| Passwortmanagement | Sicherer Umgang mit Zugangsdaten. |
| Phishing | Betrugsversuch durch gefälschte digitale Nachrichten. |
| Plattformökonomie | Geschäftsmodelle, die auf digitalen Plattformen basieren. |
| Privacy by Design | Datenschutzprinzip: Schutz wird schon bei der Systementwicklung berücksichtigt. |
| Problemlösungskompetenz | Fähigkeit, digitale Probleme systematisch zu analysieren und zu lösen. |
| QR-Code | Maschinell lesbarer Code, der Informationen speichert und über Smartphones abrufbar ist. |
| Ransomware | Schadsoftware, die Daten verschlüsselt und Lösegeld fordert. |
| Smart City | Stadt, die digitale Technologien zur Verbesserung der Lebensqualität nutzt. |
| Social Engineering | Manipulation von Menschen zur Preisgabe vertraulicher Informationen. |
| Social Media | Digitale Plattformen zur sozialen Vernetzung. |
| Spam | Unerwünschte Massen-Nachrichten, meist per E-Mail. |
| Suchmaschinenkompetenz | Fähigkeit, Informationen effizient mit Suchmaschinen zu finden. |
| Usability | Benutzerfreundlichkeit digitaler Systeme. |
| User Experience (UX) | Gesamterlebnis einer Person bei der Nutzung digitaler Produkte. |
| Virtuelle Realität (VR) | Computergenerierte, immersive 3D-Umgebungen. |
| Wearables | Tragbare digitale Geräte, z. B. Smartwatches. |
| Zwei-Faktor-Authentifizierung | Zusätzliche Sicherheitsebene bei Logins (z. B. Passwort + SMS-Code). |
Übungen
Übung 1: Digitale Informationssuche kritisch bewerten
Aufgabe:
Suchen Sie im Internet nach einer Definition des Begriffs Digitale Souveränität. Finden Sie mindestens drei verschiedene Quellen und bewerten Sie diese hinsichtlich Seriosität, Aktualität und Nachvollziehbarkeit.
Musterlösung:
- Quelle 1: Bundeszentrale für politische Bildung (seriös, aktuell, fundiert).
- Quelle 2: Ein Blogbeitrag (informativ, aber subjektiv).
- Quelle 3: Wikipedia (leicht zugänglich, aber kritisch zu prüfen).
Bewertung: Seriosität ist bei offiziellen Institutionen am höchsten. Aktualität variiert, Blogs können schneller sein, aber weniger verlässlich. Lernziel: Kritisches Denken fördern.
Übung 2: Passwort-Check
Aufgabe:
Erstellen Sie ein starkes Passwort für einen fiktiven Online-Account. Es soll folgende Kriterien erfüllen:
- mindestens 12 Zeichen
- Groß- und Kleinbuchstaben
- mindestens eine Zahl
- mindestens ein Sonderzeichen
Musterlösung:
Beispiel: F!tDigi2025*lernen
- Länge: 17 Zeichen ✔
- Großbuchstaben ✔
- Kleinbuchstaben ✔
- Zahl ✔
- Sonderzeichen ✔
Zusatz: Verwendung eines Passwortmanagers empfohlen.
Übung 3: Fake News erkennen
Aufgabe:
Sie stoßen auf einen Social-Media-Post, der behauptet, dass „alle Smartphones heimlich jeden Anruf aufzeichnen und an Geheimdienste senden“.
Überprüfen Sie die Glaubwürdigkeit dieser Aussage anhand von drei Kriterien: Quelle, Plausibilität, Gegenrecherche.
Musterlösung:
- Quelle: Unbekannte Facebook-Seite, keine Autorenangabe → wenig vertrauenswürdig.
- Plausibilität: Technisch zwar teilweise möglich, aber unwahrscheinlich im behaupteten Ausmaß.
- Gegenrecherche: Offizielle Stellungnahmen und Faktenchecker (z. B. Mimikama, Correctiv) widersprechen klar.
Fazit: Fake News erkannt.
Übung 4: Kollaborationstools vergleichen
Aufgabe:
Vergleichen Sie MS Teams und Slack in Bezug auf folgende Kriterien:
- Funktionen
- Benutzerfreundlichkeit
- Datenschutz
Musterlösung:
- MS Teams: Starke Integration in Office 365, Videokonferenzen, eher komplexe Oberfläche, Datenhaltung oft in Microsoft-Cloud.
- Slack: Intuitives Chat-Tool, viele Schnittstellen zu Drittanbietern, Fokus auf Kommunikation, Datenschutz abhängig vom Tarifmodell.
Fazit: Teams ist besser für große Organisationen, Slack oft für kleinere, flexible Teams.
Übung 5: Problemlösung mit KI
Aufgabe:
Entwickeln Sie mit Hilfe einer KI (z. B. ChatGPT) eine kleine Anleitung: „Wie kann ich meine Online-Präsenz professioneller gestalten?“
Reflektieren Sie danach: Welche Vorteile, welche Risiken sehen Sie bei der Nutzung von KI?
Musterlösung:
- KI-Vorschlag: Profilbilder aktualisieren, konsistente E-Mail-Signatur, Social-Media-Profile pflegen.
- Vorteile: Schnell, kreativ, liefert viele Ideen.
- Risiken: Gefahr oberflächlicher Antworten, mögliche Fehlinformationen, Abhängigkeit von Tools.
Fazit: KI ist ein nützliches Hilfsmittel, ersetzt aber nicht die eigene kritische Reflexion.
FAQs
1. Was ist DigiComp 2.1?
DigiComp 2.1 ist ein europäischer Referenzrahmen, der digitale Kompetenzen in fünf Hauptbereiche und 21 Teilkompetenzen strukturiert.
2. Warum wurde DigiComp 2.1 entwickelt?
Um eine gemeinsame Sprache und Bewertungsgrundlage für digitale Fähigkeiten in Bildung, Beruf und Gesellschaft zu schaffen.
3. Was sind die fünf Kompetenzbereiche von DigiComp 2.1?
- Informations- und Datenkompetenz
- Kommunikation und Zusammenarbeit
- Erstellung digitaler Inhalte
- Sicherheit
- Problemlösung
4. Was unterscheidet DigiComp 2.1 von DigiComp 2.0?
DigiComp 2.1 ergänzt das vorherige Modell durch acht Kompetenzstufen (von „Grundkenntnisse“ bis „hohe Spezialisierung“).
5. Wer sollte DigiComp 2.1 nutzen?
Alle, die digitale Kompetenzen entwickeln oder messen wollen – Lernende, Lehrende, Arbeitgeber, Bildungseinrichtungen.
6. Ist DigiComp 2.1 nur für Schulen gedacht?
Nein. Es wird in Schulen, Hochschulen, Weiterbildung und in Unternehmen eingesetzt.
7. Wie kann ich meine eigenen digitalen Kompetenzen einschätzen?
Über Selbsttests, Assessment-Tools oder Reflexion entlang der 21 Teilkompetenzen.
8. Ist DigiComp 2.1 verpflichtend in Europa?
Nein, es ist ein Referenzmodell, keine gesetzliche Pflicht. Viele Länder nutzen es jedoch als Grundlage für Lehrpläne.
9. Gibt es praktische Beispiele für den Einsatz von DigiComp 2.1?
Ja. Beispiele reichen von Lehrerfortbildungen über Bewerber-Trainings bis hin zu E-Government-Projekten.
10. Was ist der Unterschied zwischen DigiComp 2.1 und Medienkompetenz?
Medienkompetenz ist ein Teilaspekt. DigiComp 2.1 geht darüber hinaus und umfasst auch Sicherheit, Problemlösung und Content-Erstellung.
11. Wie wird die Kompetenzstufe einer Person bestimmt?
Durch Beobachtung, Tests oder Zertifizierungen, die an den Stufen von DigiComp 2.1 ausgerichtet sind.
12. Kann DigiComp 2.1 in Unternehmen zur Personalentwicklung genutzt werden?
Ja, viele Firmen nutzen es, um Weiterbildungsprogramme zu planen und digitale Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter zu stärken.
13. Wie oft wird das Modell aktualisiert?
Es wird regelmäßig überarbeitet. Aktuell diskutiert man bereits über DigiComp 2.2 bzw. DigiComp 3.0.
14. Welche Rolle spielt DigiComp 2.1 für lebenslanges Lernen?
Es macht sichtbar, dass digitale Kompetenzen keine einmalige Fähigkeit sind, sondern stetig weiterentwickelt werden müssen.
15. Wo finde ich offizielle Informationen?
Auf der Website der Europäischen Kommission, bei Bildungsministerien und in wissenschaftlichen Publikationen.
Links
Internet-Links zu DigiComp 2.1
- Europäische Kommission – Offizielle Seite DigiComp
https://joint-research-centre.ec.europa.eu/digcomp - JRC Science Hub – Originalbericht DigiComp 2.1 (PDF)
https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC106281 - Bundeszentrale für politische Bildung – Digitale Kompetenzen
https://www.bpb.de/themen/digitalisierung - eSkills for Jobs – Europäische Initiative
https://eskills4jobs.ec.europa.eu - OECD – Skills for a Digital World
https://www.oecd.org/skills/skills-for-a-digital-world - UNESCO – Digital Literacy Frameworks
https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000372376 - DigiComp in der Erwachsenenbildung (EPALE)
https://epale.ec.europa.eu/de/themes/digital-skills - Digitale Kompetenzmodelle im deutschen Bildungssystem (BMBF)
https://www.bmftr.bund.de/DE/Bildung/Schule/Digitalisierung/digitalisierung-schule.html - Erasmus+ Projekte zu DigiComp
https://erasmus-plus.ec.europa.eu/projects/digcomp - ResearchGate – Fachartikel zu DigiComp 2.1
https://www.researchgate.net/search?q=digcomp+2.1
